Plädoyer für eine offene Gesellschaft
27.03.2009 | 16:38 Uhr 2009-03-27T16:38:00+0100
US-Generalkonsul Matthew G. Boyse referierte über Barack Obama und die veränderte Beziehung der USA zu Deutschland.
Die deutsch-amerikanischen Beziehungen unter dem neuen Präsidenten Barack Obama waren jetzt Thema beim Treffen der Rotary Clubs Bottrop-Wittringen und Gladbeck-Kirchhellen. Zu Gast: Generalkonsul Matthew G. Boyse.
Nicht nur die Rotary Clubs aus Gladbeck und Bottrop waren vor Ort, sondern auch die Probusclubs, Lionsclubs und Soroptimisten aus der Umgebung fanden den Weg nach Gladbeck, so dass mehr als 200 Besucher erschienen.
Vor einem Jahr beschlossen die Rotary Clubs den Generalkonsul einzuladen. Initiator der Veranstaltung war Heribert Steeger, der als Hauptziel, die Analyse der veränderten Situation der deutsch-amerikanischen Beziehungen aus amerikanischer Sicht nach der Wahl in den USA benannte.
Boyse, Vater von drei Kindern, war schon einmal in Gladbeck und hat gute Erinnerungen an eine Ausstellung des Heisenberg-Gymnasiums. Mit Polizeischutz und Bodyguards fand er schließlich den Weg in den Gildensaal des Wasserschlosses Wittringen. Der Vortrag ist interessant gestrickt und bietet zu allen aktuellen Themen eine amerikanische Sichtweise und Meinung. Angefangen bei der Vergangenheit beschreibt der Generalkonsul das deutsch-amerikanische Verhältnis als eines der wichtigsten bilateralen Verhältnisse in der Welt, wenn er auch Amerika als treibende Kraft benennt. „Ohne die Hilfe der USA wären wir nie zu dem Wohlstand gekommen, welchen wir heute haben”, so der Amerikaner. Deutschland stehe aber heute auf der Prioritätenliste Amerikas ganz weit oben, wenn auch das Verhältnis rund um den Irak Krieg und die Finanzkrise gelitten habe. Unter Barack Obama ist diese Beziehung mit neuen Tönen und Inhalten gefüllt. Die zunehmende globale Vernetzung und die damit verbundenen Probleme zwingt die Staaten enger zusammenzurücken. Trotzdem herrscht der Eindruck, dass zu wenig geredet wird. Dies verneint Boyse jedoch in seinem Vortrag. Der Optimismus aus dem Wahlkampf und den ersten Treffen der Länder wird im Wesentlichen die Zukunft beeinflussen. „Wir können einen Wandel in diesem so wichtigen Verhältnis gut gebrauchen”, so Boyse. Von Deutschland werden allerdings Impulse zur Ausgestaltung dieser Verbindung erwartet. Nicht nur Amerikaner, sondern die Menschen aller Welt, wissen das mit Barack Obama eine neue Ära eingeleitet wurde, wie diese aussieht bleibt jedoch abzuwarten. Dass es eine spannende Präsidentschaft wird steht, obwohl sie noch am Anfang ist, schon lange außer Frage.
Bei diesem Vortrag darf natürlich ein Thema nicht fehlen:
Die Finanzkrise ist in aller Munde und Matthew G. Boyse erläutert in diesem Zusammenhang den Weg für die Zukunft. „Wir sitzen alle im gleichen Boot.” Die USA könnten nicht alleine diese Weltwirtschaftskrise lösen. Auch andere Länder müssten etwas tun, fordert er und spannt den Bogen zur Suche nach Schuldigen. Niemand sei alleine für die Krise verantwortlich. Das US-Konjunkturprogramm begrüßt der Diplomat ausdrücklich; Von Protektionismus und Rückgang der wirtschaftlichen Integration könne keine Rede sein. „Es braucht sich niemand Sorgen machen. Offene Märkte haben unsere Länder reich gemacht. Und das wird so bleiben.”
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Niemand macht sich Sorgen.
Wir sind alle reich.
Und das wird so bleiben!
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Schönredner