Piraten: KARO muss erhalten bleiben

Die Pläne der Stadtverwaltung, den Freizeittreff KARO in Butendorf aus Einspargründen aufzugeben, stoßen bei den Piraten auf Abwehr. Damit werde in einem Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf, hoher Arbeitslosigkeit und steigender Armut ein eh schon nicht sehr zentraler Anlaufpunkt für Kinder- und Jugendliche geschlossen, bedauert Marc Kasper, Sprecher der Gladbecker Piraten und als sachkundiger Bürger Mitglied der Ratsfraktion DSL. Die Piraten sehen alternative Möglichkeiten, die notwendigen 250000 Euro im städtischen Haushalt einzusparen. Ihr Vorschlag: Rettungsdienst und Krankentransporte könnten, wie in anderen Städten, per Ausschreibung an Hilfsorganisationen und Privatunternehmer vergeben, das Personal damit aus der Feuerwehr ausgegliedert werden. „Wir können uns die Ausschreibung der drei Krankentransportwagen mit sechs Tagesfunktionsstellen und des dritten Gladbecker Rettungswagens mit zwei Tagesfunktionsstellen als Minimum eines Ausschreibungspakets vorstellen“ so Kasper. Dieses Modell funktioniere in anderen Städten seit über zehn Jahren erfolgreich, habe deutliche Entlastungen für die öffentlichen Haushalte gebracht, ohne dass es für Patienten zu Qualitätsverlusten gekommen sei. Was anderswo möglich sei, müsse auch in Gladbeck funktionieren.