Pfarrgemeinde saniert markanten Lamberti-Turm in Gladbeck

Der Turm der St.-Lamberti-Kirche wird umfangreich saniert. Seit Donnerstag laufen die Vorbereitungen zur Einrüstung.
Der Turm der St.-Lamberti-Kirche wird umfangreich saniert. Seit Donnerstag laufen die Vorbereitungen zur Einrüstung.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Die umfangreichen Arbeiten werden bis weit in den Sommer dauern. „Keine Schönheitsreparatur, sondern eine Sicherungsmaßnahme“, betont die Pfarrei.

Gladbeck.. Der Turm der St.-Lamberti-Kirche in Stadtmitte wird in den nächsten Wochen und Monaten aufwändig saniert. Rund 400 000 Euro investieren Pfarrgemeinde und Bistum in die Instandsetzung des Gladbecker Wahrzeichens. Erst im Sommer sollen die Turmarbeiten beendet sein.

Ende dieser Woche begannen die Arbeiten, um den Turm bis auf eine Höhe von 42 Metern einzurüsten – etwa bis knapp über der Uhr. Insgesamt ist er 83 Meter hoch. Mit den Arbeiten wurde eigens eine Firma aus Kaarst beauftragt, die viel Erfahrung mit dem Einrüsten von Kirchtürmen hat, erläutert Eugen Gibkes, der Verwaltungsleiter der Pfarrgemeinde. Bis diese Arbeiten abgeschlossen sind, bleibt der Kirchplatz vor dem Gotteshaus an der Horster Straße – wie zur Zeit – gesperrt. Danach kann man durch einen „Tunnel“ den Eingang zur Kirche erreichen.

Die Pfarrgemeinde betont, dass es sich bei den Arbeiten „nicht um eine Schönheitsreparatur, sondern um eine Sicherungsmaßnahme handelt“. Die Arbeiten seien die Konsequenz aus einer Turmbegutachtung vor etwa eineinhalb Jahren, bei der Mängel vor allem an den Fugen im Mauerwerk des Turms festgestellt wurden. Ein Gutachten empfahl die Sanierung. „Die Verfugung ist nicht hundertprozentig in Ordnung“, so Gibkes. Und die Pfarrgemeinde wollte auch nicht warten, bis die Schäden umfangreicher und aufwändiger zu beseitigen gewesen wären.

Die Firma Berns aus Duisburg, ein Steinmetzbetrieb, wird die Sanierung durchführen, wenn das Gerüst steht. Drei Monate sind dafür angesetzt, erläutert Architekt Michael Maria Schickdanz vom Büro Niermann/Schickdanz, das im Auftrag der Pfarrei die Arbeiten leitet. Nach einer großflächigen Untersuchung des Mauerwerks („die Begutachtung per Hubsteiger im September 2013 war nur eine punktuelle Überprüfung“) werden die Schäden genau festgehalten und nach Schwere kartiert. Da, wo es nötig wird, tauschen die Steinmetze alsdann den Mörtel in den Fugen aus. „Das wir eine sehr kleinteilige Arbeit“, schätzt Schickdanz. Überprüft und wenn nötig ersetzt werden auch Ziegel des Mauerwerks. Außerdem werden Verwitterungen an den Sandsteinbänken und -plastiken erneuert.

Wenn keine weiteren Schäden entdeckt werden, schätzt Schickdanz, dass die Arbeiten (inklusive Abbau der Gerüste) bis Ende Juli/Anfang August dauern werden. Verwaltungsleiter Gibkes erläutert, dass das Bistum, mit dem die Sanierung aufs engste abgesprochen wurde, „mindestens“ 50 Prozent zu den voraussichtlichen Kosten von 400 000 Euro beisteuern wird. „Allein können wir den Aufwand nicht tragen.“