Partnerschulen für Balu-Projekt in Gladbeck gesucht

Bundesweites Mentorenprojekt Balu und Du fördert Grundschulkinder im außerschulischen Bereich
Bundesweites Mentorenprojekt Balu und Du fördert Grundschulkinder im außerschulischen Bereich
Foto: Balu und Du, Jan Voth
Was wir bereits wissen
Oberstufenschüler kümmern sich als Mentoren ehrenamtlich um Grundschüler. Projektkurs in der Schule wird benotet und ersetzt Facharbeit.

Gladbeck.. Für das erfolgreich in Gladbeck mit Lamberti- und Mosaikschule sowie dem Riesener-Gymnasium angelaufene Mentoren-Projekt „Balu und Du“ werden weitere Partnerschulen gesucht. „Wir werden dazu das Rats- und Heisenberg-Gymnasium, die Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule und die Johannes-Kessels-Akademie ansprechen“, kündigte Jeanette Staniczewski jetzt im Schulausschuss an.

„Wir haben jede Menge Moglis und bräuchten dringend mehr Balus“, so die Gladbecker Standortkoordinatorin des bundesweiten Projektes weiter.

Benachteiligte Grundschüler stärken

Konkret geht es bei „Balu und Du“ darum, benachteiligte Grundschulkinder in ihrer Persönlichkeit zu stärken, um die Herausforderungen des Alltags besser zu meistern (WAZ berichtete). Das könnte zum Beispiel das Kind einer alleinerziehenden Mutter sein, die weniger Zeit für gemeinsame Freizeitaktivitäten hat; oder das fünfte Geschwisterkind, dem individuelle Aufmerksamkeit gut tut.

Denn hier sollen Oberstufenschüler als „Balus“ tätig werden, also große Kumpels, um individuell ihren „Grundschul-Mogli“ über mindestens ein Schuljahr außerschulisch zu betreuen. Ausdrücklich soll es dabei nicht um Hausaufgaben- oder Erziehungshilfe, sondern um aktive Feizeitgestaltung wie eine gemeinsame Radtour, Spielaktivität oder miteinander Bummeln gehen.

Die Stadt spendiert ein Taschengeld

Damit die Moglis verlässliche Partner haben, verpflichten sich die beteiligten Oberstufenschüler über einen benoteten Projektkurs zum Ehrenamt mit wöchentlichen Treffs. Die bisherigen 19 Balus sprechen von einer persönlichen Bereicherung. Sie erhalten zudem ein Zertifikat, das sich später für Bewerbungen nutzen lässt. Die Stadt spendiert ein Taschengeld.

Die beteiligten Schulen unterstützen das Projekt über Kurslehrer möglichst aus den Bereichen Sozial- und Erziehungswissenschaften.