Oldies but Goldies am Kotten – ein echtes Zuschauermagnet

„Oldies but Goldies" am Kotten Nie: „HaldenRock“ aus Essen ließ das Kotten-Areal erzittern.
„Oldies but Goldies" am Kotten Nie: „HaldenRock“ aus Essen ließ das Kotten-Areal erzittern.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Gemütlich und familiär geht es am Kotten Nie zu - und dazu gibt’s tolle Oldies. So macht der Sommer Spaß.

Gladbeck..  Wenn der kleine Kotten Nie an der Bülser Straße am frühen Abend zur Pilgerstätte wird, Musik von alten Scheiben durch den Stadtteil dröhnt und eine kleine Zelt- und Pavillonlandschaft das Areal ziert, dann ist der „Konzert-Sommer“ in Gladbeck-Ost wieder da.

Die beliebte Reihe „Oldies but Goldies“ gab am Mittwochabend den Startschuss für eine Reihe von Veranstaltungen in den kommenden Monaten. Mit dabei waren knapp 400 Besucher. Die Cover-Rockband „HaldenRock“ ließ es dabei so richtig krachen.

Die ersten drei Veranstaltungen finden bekanntlich in Zusammenarbeit mit dem städtischen Kulturamt im Rahmen des KUSSS-Programms statt. Das hat sich nach dem Auslaufen der einstigen Kult-Veranstaltung „Beat-Band-Ball“ so etabliert, und wöchentlich kommen nun die Musikfans bei den Konzerten hier auf ihre Kosten.

Konzerte am Kotten Nie sind seit vielen Jahren Kult

Schon seit 1998 ist dies der Fall. „Hier spielen Bands mit rockigen Touch bei perfektem Ambiente. Die Veranstaltung ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt“, so Sarah Kieslers (32) vom Kulturamt.

Wie haben die Verantwortlichen des Fördervereins (FV) Kotten Nie es geschafft, dass „Oldies but Goldies“ zu einer echten Kultveranstaltung und zum Zuschauermagneten geworden ist? Vorstandsmitglied Wolfgang Roth klärt auf: „Der Kotten ist ein wunderbarer Spielort mit ganz besonderer Atmosphäre.“

„Wir planen von Februar an die Veranstaltungen. Mehr als 24 ehrenamtliche Helfer sind mit von der Partie“, unterstrich Klaus Schumann (Vorstandsmitglied FV Kotten Nie). Die Gäste fühlen sich also gut aufgehoben, bestens „bespaßt“ und hervorragend versorgt.

Auf die Bandauswahl wird indes ebenso viel Wert gelegt wie auf die kulinarische Versorgung. Nicht nur, dass das kühle Blonde traditionell gut schmeckte. Currywurst, Pizza, Steak und Käsespieße ließen das Gourmetherz höher schlagen. Bei der Band bewiesen die Verantwortlichen einmal mehr den „richtigen Riecher“. Isabell Boyer (Vocals), Jürgen Wehmeyer (Lead-Gitarre, Vocals), Dieter Peick (Rhythmus-Gitarre), Rolf Heckenberger (Bass) und Thilo Schöning (Drums) heizten der Menge ein. Mit Evergreens wie „Rollin’ on the River“, „Baker Street“ oder Songs der „Blues Brothers“ sorgte das Sextett für eine ordentliche Portion Rock- und Gitarrenmusik.

„Die Stimmung ist einzigartig und ich treffe viele bekannte Gesichter“

Unter die vielen Menschen gemischt stellte sich schnell heraus, dass sich hier viele Stammgäste trafen. „Ich komme schon über zwölf Jahre hierher“, blickte Gabriele Wegner (55) zurück. „Die Stimmung ist einzigartig und ich treffe viele bekannte Gesichter“.

Dann hatte die Gladbeckerin sogar noch eine ganz besondere Anekdote parat. Vor mehr als einem Jahrzehnt lernte sie bei einen der ersten „Oldies but Goldies“-Veranstaltungen ihren Lebensgefährten kennen. „Seit zehn Jahren sind wir nun liiert“, so Freund Jürgen Rönne mit verliebtem Blick (50). Der Kotten kann also nicht nur Musik, sondern auch Herzblatt spielen.

Heimelig, gemütlich, familiär – die Devise des Kotten bleibt stets beliebt. Und wer einmal dabei war, wird zweifelsfrei bald schon wiederkommen.