Nur noch Vier-Augen-Prinzip
10.12.2008 | 16:42 Uhr 2008-12-10T16:42:00+0100In stundenlanger Sitzung hat der Rechnungsprüfungsausschuss grundsätzliche Veränderungen in der Geschäftsführung und Struktur der Gladbecker Wohnungsgesellschaft beschlossen.
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen tagte der Rechnungsprüfungsausschuss stundenlang in nicht öffentlicher Sitzung. Und zum zweiten Mal stand über vier Stunden nur ein Thema auf der Tagesordnung: Die GWG, Gladbecker Wohnungsgesellschaft. Wie berichtet, hatte Bürgermeister Ulrich Roland vor einigen Monaten dem Rechnungsprüfungsamt einen Prüfauftrag erteilt, in dem u. a. die Vergabepraxis von Aufträgen, aber auch Veränderungen im Arbeitsvertrag von Geschäftsfüher Ralf-Joseph Schnittker, die nicht dem gesamten Aufsichtsrat bekannt waren, überprüft werden sollten.
Wie die WAZ erfuhr, wurden nun mit Hilfe eines extern hinzu gezogenen Rechtsexperten wesentliche Veränderungen vereinbart. So soll in der Geschäftsführung künftig das Vier-Augen-Prinzip gelten, was heißt: Geschäftsführer Schnittker darf Entscheidungen nur noch im Einvernehmen mit einem zweiten, nebenamtlich beauftragten Geschäftsführer treffen. Schnittker ist seit 2007 im Amt, er löste Dr. Kloetsch ab, der der GWG durch einen Schuldbeitritt ein Minus in Höhe von 5 Mio € hinterließ.
Weiterhin sollen weitreichende Kontrollmechanismen installiert werden, um Fehler, die in der Vergangenheit gemacht wurden, in Zukunft zu zu verhindern. Denn auch der Vorgänger von Dr. Kloetsch hinterließ der Wohnungsgesellschaft ein finanzielles Dessater.
Sowohl im Gesellschaftervertrag – die Stadt ist zu 95 Prozent an der GWG beteiligt – als auch in den Statuten für den Aufsichtsrat, der offensichtlich durch eigene, zu einem früheren Zeitpunkt getroffene Beschlüsse nicht in alle Entscheidungen eingebunden war, soll das Regelwerk umfassend überarbeitet werden.
Auch in der heutigen Ratssitzung, allerdings im nicht-öffentlichen Teil, werden die GWG und die nun vereinbarten Veränderungen Thema sein. Dies hatte die DKP beantragt.
19:35
Oh, Herr Räuberfänger, dann mal los!
Mich würde Ihre fundierte Erklärung ebenfalls interessieren!
15:29
Sach ma, Du Schlauberger!
08:16
Wer braucht eigentlich die GWG?
Erst denken dann schreiben!
07:55
Wer braucht eigentlich die GWG?
20:00
Da muss mehr kommen.
Dass sich die Aufsichträte jetzt dumm stellen spricht nicht für bürgerorientes Handeln.
Es wäre wünschenswert, wenn die Herren selbstkritisch erkennen würden, dass sie überfordert sind. Sprüche klopfen reicht nicht.
Tun Sie sich selbst und uns Bürger einen letzten Dienst und treten Sie zurück.
19:34
Aber auch hier mußte er zum Jagen getragen werden.
Wenn er über Führungsstärke verfügen würde, hätte er das Ende der GWG-Plünderungen zu seinem Kardinalziel gemacht. So aber fällt in seine ablaufende Amtszeit noch die 5 Millionen-Plünderung des (vor)letzten Geschäftsführers.
18:41
Der Prüfungsauftrag des Bürgermeisters für die GWG ist eines seiner wenigen positiven Beiträge in dieser Legislaturperiode