Neues von der "Stolperkante" - StraßenNRW stellt Baken auf

Baken sollenRadfahrer auf die gefährlichen Kanten aufmerksam machen. Weitere Maßnahmen folgen.
Baken sollenRadfahrer auf die gefährlichen Kanten aufmerksam machen. Weitere Maßnahmen folgen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Stürze gab's immer wieder an der Blindentastkante an der Bottroper Straße. Jetzt, Wochen nach den Beschwerden, hat die zuständige Stelle reagiert.

Gladbeck.. Ein paar Wochen war es still um die Kanten zwischen Geh- und Radwegen an der Kreuzung Bottroper Straße / Beisenstraße / Rockwoolstraße, an der, wie berichtet, mehrere Radfahrer zu Fall kamen. Jetzt, Monate nach den ersten Beschwerden, hat Straßen.NRW Baken aufgestellt, die auf die Gefahrenpunkte aufmerksam machen sollen.

Michael Krasolt, dessen Mutter Edith dort zu Fall kam, weil sie mit dem Vorderrad diese Tastkante für Blinde und Sehbehinderte touchiert hatte, ist fassungslos. Er befürchtet, dass die Baken kein Provisorium bis zur endgültigen Lösung sind, sondern die von Straßen.NRW angekündigte „Entschärfung“ der Gefahrenstellen.

Krasolt: „Als Übergangslösung hätten die Baken ja sonst schon viel früher aufgestellt werden können.“ Ihren Zweck erfüllten sie allerdings ohnehin nicht, weil sie nicht direkt an den Kanten, sondern deutlich entfernt ständen.

Transportable Baken sind eine Sofortmaßnahme

Joachim Kaminski, Projektleiter bei Straßen.NRW, betonte auf WAZ-Anfrage, die transportablen Baken seien als „Sofortmaßnahme“ aufgestellt worden. Eigentlich habe man schon Ende vergangenen Jahres als „kurzfristige Lösung“ in etwa 20 cm Entfernung entlang der Kanten eine weiße Markierung aufbringen wollen.

"Wir werten gerade die Fragebögen aus"

Das habe sich wegen des Wetters bisher nicht realisieren lassen. Kaminski: „Die Fläche muss trocken sein.“ Auch das aber werde nicht die endgültige Lösung bleiben. Kaminski: „Wir werten gerade die Fragebögen aus, in denen uns Geschädigte den Unfallhergang geschildert haben und denken über eine partielle Umgestaltung nach. Dazu werden wir uns mit der Stadtverwaltung an einen Tisch setzen.“

Es kann also noch dauern.