Neue Schule in Gladbeck: Eltern haben die Wahl

Direkte Nachbarn: Die Kath. Antoniusschule und die Schule am Rosenhügel fusionieren ab dem Schuljahr 2016/17 zu einer neuen Grundschule.
Direkte Nachbarn: Die Kath. Antoniusschule und die Schule am Rosenhügel fusionieren ab dem Schuljahr 2016/17 zu einer neuen Grundschule.
Foto: Funke Foto Services
Die Kath. Antoniusschule und Schule am Rosenhügel fusionieren 2016. Welche Ausrichtung die neue Großgrundschule haben soll, wird jetzt abgestimmt.

Gladbeck..  Eltern am Rosenhügel sind jetzt zur Zukunft der Grundschullandschaft gefragt. Sie stimmen Anfang Juni darüber ab, nach welcher Ausrichtung die neue Großgrundschule geführt wird, die zum Schuljahr 2016/17 an der Münsterländerstraße durch die Fusion der Katholischen Antoniusschule und der Schule entstehen wird.

Anfangs war die Empörung groß

Anfangs war die Empörung in den Grundschulgemeinden am Rosenhügel groß, als Ende 2012 der Schulentwicklungsplan der Stadt bekannt wurde. Aufgrund sinkender Schülerzahlen sollten auch die beiden zwar benachbarten, aber eigenständigen Grundschulen fusionieren. Die Stadt verschob den kurzfristig schon für 2014/15 angedachten Fusionstermin, den die Politik schließlich für das Schuljahr 2016/17 festlegte.

Die Aufregung hat sich längst gelegt. Für Mittwochabend hatte die Stadtverwaltung die Eltern eingeladen, um vom Abteilungsleiter Schulen, Stefan Sabbadin, über das weitere formelle Verfahren informiert zu werden. Demnach können alle Erziehungsberechtigten über die neue Schulart abstimmen, deren Kinder zurzeit die ersten oder zweiten Klassen der Antoniusschule/Schule am Rosenhügel besuchen oder deren Kinder nach den Sommerferien neu am Rosenhügel eingeschult werden. Ebenso Eltern der Kinder, die mit Hauptwohnsitz für den Besuch der neuen Grundschule in Frage kommen. Zur Wahl steht, dass die neue Grundschule eine Gemeinschaftsschule, eine katholische oder evangelische Bekenntnisschule oder eine Weltanschauungsschule (ohne Religionsunterricht) wird.

Die Stadtverwaltung hat ein Verzeichnis aller Abstimmungsberechtigten erstellt, das im Sekretariat der Antoniusschule noch bis Freitag, 22. Mai (jeweils 8-13 Uhr), zur Einsicht ausgelegt wird. Anträge zum Eintrag in die Liste können dann gegebenenfalls noch gestellt werden. Die Abstimmung selbst findet in der übernächsten Woche statt. Von Montag, 1. Juni, bis Mittwoch, 3. Juni, (jeweils 8-17 Uhr) können Erziehungsberechtigte in der Schülerbücherei der Schule am Rosenhügel in geheimer Wahl ihr Kreuzchen machen.

112 Stimmen sind nötig

Mindestens 112 Elternstimmen müssen zusammenkommen, um die neue Schulart vorzugeben – ansonsten wird, wie bereits bei anderen Fusionen im Stadtgebiet geschehen, eine Gemeinschaftsgrundschule eingerichtet. In der werden dann laut § 26 im Schulgesetz NRW die Schülerinnen und Schüler „auf der Grundlage christlicher Bildungs- und Kulturwerte in Offenheit für die christlichen Bekenntnisse und für andere religiöse und weltanschauliche Überzeugungen gemeinsam unterrichtet und erzogen“.

Die Schulaufsicht muss anschließend das Wahlergebnis noch bestätigen. Zu klären ist dann weiter auch, wer die neue Schule künftig leitet. Dies kann über eine interne Regelung der Schulaufsicht eine der bisherigen Schulleiterinnen sein, oder aber die Rektorenstelle wird neu ausgeschrieben.

In einem weiteren Schritt kann die Schulgemeinde, beziehungsweise die Schulkonferenz(en), darüber abstimmen, wie die neue Schule am Rosenhügel heißen soll.