Nach dem Gehweg-Einbruch Gefahrenstelle schnell beseitigt

Die Risikostelle ist beseitigt am Bahnhof Gladbeck West.
Die Risikostelle ist beseitigt am Bahnhof Gladbeck West.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Gefahrenstelle am Bahnhof West ist beseitigt - offenbar löste eine Leitungsspülung den Unfall am vorigen Donnerstag aus.

Gladbeck..  Für viel Aufsehen vor allem bei Bahnreisenden und -Pendlern sorgte der WAZ-Bericht in der Montagausgabe zum Loch im Gehweg am Bahnhof Gladbeck-West. Am vorigen Donnerstag gegen 18 Uhr brachen unter den Füßen des Gladbeckers Florian Sprenger, der gerade mit der S-Bahn-Linie 9 aus Richtung Haltern angekommen war, einige Gehwegplatten hinter der Radstation weg. Mitsamt seiner Laptop-Tasche fiel der junge Mann in ein rund 50 Zentimeter tiefes Loch.

Ein plötzliches Loch im Gehweg von und zu den Bahnsteigen? Wie kann das passieren?

Die WAZ fragte am Montag bei der Pressestelle der Deutschen Bahn (DB) in Düsseldorf nach. „Mitte der letzten Woche wurden die Abwasserleitungen des vor einiger Zeit an die Stadt verkauften Empfangsgebäudes gespült“, erklärte dort ein Bahnsprecher. „Hierbei wurde eine alte Abwasserleitung, die den betroffenen Zuwegbereich kreuzt, unterspült, so dass sich dabei wohl nach ersten Vermutungen ein Hohlraum gebildet hat.“

Dieser Hohlraum blieb zunächst unerkannt, bis zu jenem Zeitpunkt, als Florian Sprenger am 14. Mai kurz vor 18 Uhr diese Stelle betrat und es zu dem plötzlichen Gehweg-Einbruch kam.

Wie berichtet war an seinem Knie erst im Februar das Kreuzband ersetzt worden; der Gladbecker befand sich zum Unfallzeitpunkt in der Reha. Die genauen gesundheitlichen Folgen des Unfalls wird in dieser Woche sein behandelnder Orthopäde in Münster unter die Lupe nehmen. Der junge Mann, der sich nur mit Hilfe von Passanten aus dem Loch befreien konnte, hat ein Schreiben an die DB Service & Station AG geschickt, auch zur Wahrung eventueller Ansprüche, wie er formuliert.

„Äußerst bedauerlicher Vorfall“

Und mit dieser Adresse liegt er genau richtig, denn die Bahn bestätigte am Montag gegenüber der WAZ-Lokalredaktion, dass „eventuelle Ansprüche, die sich aus diesem äußerst bedauerlichen Vorfall ergeben sollten“, an die DB Station & Service, Regionalbereich West, Bahnhofmanagement Essen, Am Hauptbahnhof 5, in 45127 Essen gerichtet werden können.

Unterdessen wurde vor Ort seitens der Bahn schnell gehandelt: Während die schadhafte Gehwegstelle am Montagmorgen in der Frühe noch rundum mit einem Bauzaun gesichert war, rückten kurze Zeit später die Mitarbeiter einer Fachfirma an, beseitigten die Gefahrenstelle und füllten den Bereich hinter der Radstation auf. Zur Absicherung blieben zunächst noch zwei Baustellen-Poller stehen, damit sich das Material unter den Platten setzen kann.