Nabu-Experte: Füttern der Kanadagänse fördert Kotproduktion

Es ist Frühling! Die Kanadagänse sind auf dem Vormarsch.
Es ist Frühling! Die Kanadagänse sind auf dem Vormarsch.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Nabu-Experte Michael Korn äußert sich aus fachlicher Perspektive zum Thema Kanadagans.

Gladbeck..  Michael Korn vom NABU-Gladbeck nimmt Stellung zum Probleme der Parkverschmutzung durch Kanadagänse: „Da Gänse eine außerordentlich schnelle Verdauung haben, kommt es zu einer erheblichen Verkotung der Nahrungsflächen führt. Durch die Fütterung mit Brot und Salat wird die Kotproduktion noch erheblich gesteigert. Somit ist das verbotene Füttern von Wässervögeln, insbesondere der Kanadagänse, mit einer der Hauptverursacher voll geschissener Parkwege und Stege wie im Nordpark und an den Wittringer Teichen.

Appelle an die Vernunft der Bürger und das Aufstellen von Warnschildern „Enten bitte nicht füttern!“ zeigen vor Ort keine Wirkung. Das Fehlverhalten (Fütterungsverbot) müsste rigoros mit Geldstrafen belegt werden.

Aber auch durch ein angepasstes Management der Grünflächen kann eine Beweidung durch Gänse erheblich reduziert werden. Insbesondere kurz gehaltene und gut gedüngte Rasenflächen in Parkanlagen bieten der Kanadagans eine vorzügliche Nahrungsgrundlage. Es wird leider immer noch nach dem Grundsatz Grünpflege durchgeführt: Kurz gehaltene Rasenflächen sind schön, Wildwuchs ist dreckig und unfein. So wird unfreiwillig der ZBG zu Kanadagans-Förderern. Schlussendlich ist es der Mensch und sein Handeln in der urbanen Natur, der Tiere, insbesondere Kanadagänse, zu sogenannten Problemtieren macht.“