Motivation statt Strafe

Die Höchstgeschwindigkeit auf der Brauckstraße wird nicht reduziert. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Die Fachleute im Rathaus hatten nach einer Bitte des SPD-Ortsvereins Brauck die Verkehrssituation überprüft.

Voraussetzung für eine Geschwindigkeitsreduzierung sind Unfallschwerpunkte oder häufig auftretende Geschwindigkeitsübertretungen. Das Ergebnis der Geschwindigkeitsmessungen sei allerdings eindeutig, so die Stadtverwaltung: „Das Geschwindigkeitsniveau liegt im unteren Normbereich. Von 1082 gemessenen Pkw fuhren gerade einmal 18 um 6 bis 14 km/h schneller als erlaubt. Hinzu kommt, dass die Brauckstraße als Landesstraße Teil des städtischen Vorbehaltsnetzes ist. Gerade auf Straßen des städtischen Vorbehaltsnetzes soll die zulässige Höchstgeschwindigkeit nur weiter begrenzt werden, wenn es aufgrund der Straßen- und Verkehrsverhältnisse erforderlich ist. Dies ist nicht der Fall.“

Die Alternative: Unterstützt von der Stadtverwaltung installiert die Verkehrswacht ein Dialog-Display, wie im vergangenen Jahr schon auf der Horster Straße in Höhe der Waldorfschule. Wer auf der Brauckstraße künftig schneller als erlaubt fährt, bekommt in roter LED-Schrift ein „Langsam“ angezeigt. Wer sich an die Geschwindigkeit hält, für den hat die Anlage in grünen Buchstaben ein „Danke“ parat. Motivation statt Strafe lautet das Motto dieser Art der Verkehrsüberwachung.