Mordversuch aus Eifersucht - Gladbecker (40) ist angeklagt

Prozessbeginn vor dem Landgericht Wuppertal ist am 22. Juni.
Prozessbeginn vor dem Landgericht Wuppertal ist am 22. Juni.
Foto: Rudi Rust
Der Mann soll im Dezember 2014 in Wuppertal drei Mal auf einen womöglich nur vermeintlichen Nebenbuhler geschossen haben. Prozess ist am 22. Juni.

Gladbeck/Wuppertal.. Ein 40-jähriger Mann aus Gladbeck muss sich ab dem 22. Juni wegen Mordversuchs aus Eifersucht vor dem Landgericht Wuppertal verantworten. Die Schwurgerichtskammer hat die Anklage zugelassen.

Demnach lauerte der Gladbecker am 9. Dezember vergangenen Jahres tief in der Nacht einem womöglich nur vermeintlichen Nebenbuhler (34) in der Nähe eines Supermarkts in Wuppertal auf und beschoss ihn laut Anklage auf offener Straße dreimal mit einer Pistole, um sich an ihm zu rächen.

Notoperation rettete der Opfer

Eine Kugel durchschlug den Kiefer des Opfers und verletzte den Mann schwer, hieß es damals im Polizeibericht. Er wäre an seinen Verletzungen fast verblutet, konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden. Der mutmaßliche Täter konnte zunächst flüchten. Am Tag vor Weihnachten fassten Fahnder den 40-Jährigen, nach dem mit Personenbeschreibung gesucht worden war. Der Mann sitzt seither in Untersuchungshaft.

Gladbecker soll 34-Jährigen in einen Hinterhalt gelockt haben

Hintergrund der Tat sollen laut Staatsanwaltschaft Differenzen zwischen dem Angeklagten und einer Freundin sein. Laut Behörde hatte der Mann mit seinem späteren Opfer womöglich unter einem erfundenen Frauennamen Kontakt aufgenommen, um ihn in den Hinterhalt zu locken. Im Fall einer Verurteilung muss er mit einer langen Gefängnisstrafe rechnen.

Prozessbeginn vor dem Landgericht in Wuppertal wird am Montag, 22. Juni, sein. Terminiert ist die Sitzung für 9.15 Uhr.