Mobile Werk-Stadt tagt in Gladbeck
16.06.2011 | 13:18 Uhr 2011-06-16T13:18:00+0200
Gladbeck.Das Netzwerk der A-52-Bürgerinitiativen strebt eine Vernetzung verschiedener Akteure in der Region an; es wendet sich gegen den A-52-Ausbau und votiert für ein „nachhaltiges Verkehrskonzept für die Zukunft“.
Ganz in diesem Sonne startet am 16. Juli das vierte Treffen der so genannten „Mobilität-Werk-Stadt“ in Gladbeck. Zum Veranstalterkreis zählen neben dem Netzwerk der Bürgerinitiativen auch der Ev. Kirchenkreis Essen, denn auch in Essen, das mit dem gesamten Stadt-Norden von einem Ausbau betroffen wäre, gibt es ja längst eine intensive A-52-Diskussion.
Am 16. Juli (von 11 bis 15 Uhr) wird auch Horst Becker, Staatssekretär im NRW-Verkehrsministerium, im Ratsgymnasium an der Mittelstraße zu Gast sein. Er spricht über die verkehrspolitischen Ziele der NRW-Landesregierung.
Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung „metropoleruhr“, skizziert in seinem Beitrag zukunftsfähige Mobilitäts-Konzepte für die Region. Vor diesen beiden Impuls-Referaten spricht Gladbecks Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) ein Grußwort.
Hand aufs Herz: Das A-52-Thema hat zwei Seiten: Wir alle fahren Auto und nehmen eine gute Autobahn-Infrastruktur meistens liebend gern an. Und in Duisburg, Bremen oder sonstwo darf die Trasse auch gerne mitten durch das Stadtgebiet führen - ist ja nicht bei uns. . .
Die andere Seite des Themas: Die Gladbecker Forderung nach einem möglichst stadtverträglichen A-52-Ausbau ist gerechtfertigt. Wer etwa den superlangen B-236-Tunnel in Dortmund befährt, will so etwas als Gladbecker künftig auch auf der A-52-Trasse in seiner Heimatstadt sehen. Oder zählt die künftige A 52 weniger als eine Bundesstraße? mb
In einzelnen Arbeitsgruppen sollen schließlich „konkrete Vorschläge für die Mobilität von morgen“ erarbeitet werden.
Zwei Jahre nach dem Ratsbeschluss vom Mai 2009 mit den Gladbecker Forderungen nach einem stadtverträglichem Ausbau zieht das „Bürgerforum A 52“ unterdessen in einem offenen Brief Bilanz. Es fordert darin die Ratsmitglieder in Gladbeck auf, aus den A-52-Verhandlungen auszusteigen. Seit über zwei Jahren verhandele der Bürgermeister im Auftrag des Rates mit Land und Bund über die Gladbecker Forderungen.
Das Bürgerforum zieht diese Bilanz: „Es gibt keinerlei schriftliche Zusagen über den planerischen Stand der Verhandlungen oder ihre Finanzierbarkeit. Das Ergebnis: Das Planfeststellungsverfahren für das Autobahnkreuz Gladbeck beginnt voraussichtlich im Herbst. Sowohl Land als auch Bund haben mittlerweile, mehrfach schriftlich, deutlich ihre Ablehnung gegenüber den Gladbecker Forderungen signalisiert. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung ist abzusehen, dass der Rat seine Forderungen nicht durchsetzen kann.“
21:55
#12 EU-lenspiegel
Adolf hätte es nicht schöner sagen können.
15:07
Wenn da mal ganze 50 Leute gegen den Bau der 6 spurigen Autobahn sind. Das sind für Gladbeck nicht einmal 0,06 % der Bewohner. Selbst wenn 500 dagegen währen gibt es immer noch zu viele die dafür sind.
ODER also an die Schüppen
13:48
#8 @PeerBeck
Es wäre wirklich schön, wenn Sie recht damit hätten, dass der Rat und der Bürgermeister bei der A 52 darüber entscheiden könnten, was für Gladbeck das Beste wäre. Dieses bleibt aber nur eine Illusion, der man in Gladbeck, trotz aller schriftlichen Bestätigungen von höchster Stelle, immer noch Glauben schenkt. Erfolgreiche Verhandlungen bedeutet doch letztendlich, es bleiben nur Worte bei denen es nachher wieder heißt „was interessiert sich mein Geschwätz von gestern“. Worte, die an keiner Stelle von höchster Stelle auf Papier geschrieben und bestätigt stehen. Es handelt sich hierbei um eine Bundesfernstraße, da ist es vollkommen Schnuppe was sich in Klein-Kleckersdorf Gladbeck so gewünscht wird. Vielleicht sollte man in Gladbeck diese Tatsache endlich akzeptieren und sich nicht zu wichtig nehmen, ES WIRD KEINEN TUNNEL GEBEN (Ansonsten bitte ich die Planungsunterlagen, die diese belegen können, dazu endlich vorzulegen). Wieviel Schreiben bedarf es dafür eigentlich noch, ehe man das in Gladbeck zur Kenntnis genommen hat? Wir sind hier nicht bei ich wünsch mir eine Eisenbahn zu Weihnachten mit Tunnel und zwei Bergen, sondern wir stehen einer Hoheitsbehörde gegenüber, die alle Trümpfe auf ihrer Seite hat und in Vergangenheit selten größere Zugeständnisse gemacht hat. Es gibt nur JA oder NEIN und nichts dazwischen, NICHTS. Wer in Gladbeck darauf spekuliert eine B 224 als Tunnel zu bekommen, wird am Ende eine Transitautobahn als Galerievariante von Antwerpen bis Kiel ernten mit einer berechneten Kapazität von 140.700 KFZ für 24 Stunden und einem LKW Anteil von ca. 12% auf 4 Spuren. Wenn das Gladbecker Teilstück A 52 zusammen mit Bottrop und Essen Nord (bis A 42) fertig gestellt wird und im Süden von Essen die A 535 und die A 44, knickt Essen endgültig vor dem jetzt schon enormen Druck der Lobbyistenverbände wie, IHK, dem Transportwesen, dem ADAC, Chemiepark Marl usw. ein, jede Wette. Mit geschaffenen Fakten in Gladbeck, fällt auch die letzte Trutzburg in Essen, ganz sicher. Wer so naiv ist und dem Glauben verfällt, in Gladbeck endet der Ausbau der A 52 mit einem Tunnel, belegt eigentlich nur, dass er gerade einmal für eine Legislaturperiode in der er das Zepter halten darf, plant und nur an seinem eigenen Kirchturm und seine „trockenen Schäfchen“ denkt. Unter Nachhaltigkeit verstehe ich allerdings etwas ganz anderes. Nachhaltigkeit ist für mich etwas, was jegliche Option der Fahrlässigkeit ausschließt und nicht nach 4 oder 5 Jahren endet. Bei einer so knappen Regierungsmehrheit wie im Landtag NRW und einer immer noch schwarz gelb geführten Bundesregierung ist es reine Spekulation und leichtsinnig zu glauben, dass ein A 52 Teilstück als Tunnel in Gladbeck gebaut würde und niemals als Transitroute kommen wird. Wer so etwas glaubt, der glaubt sicherlich auch noch an den Osterhasen und den Weihnachtsmann. Gut, dann verstehe ich auch diese ALLES-WIRD-GUT-SICHT mancher Verantwortlichen in Gladbeck. Nur stellt sich dann auch die Frage, wer tritt wirklich für die Interessen der Gladbecker ein, die in ihrer Heimatstadt für den Rest ihres Lebens glücklich wohnen wollen?
Der Weihnachtsmann?
Der Osterhase?
Nicht dass es am Ende heißt, wenn die A 52 als Galerie (Planung Straßen NRW) Gladbeck zerteilt und belasten wird uns die A 52 als Chance für Gladbeck verkauft wird:
„Wir haben das Beste für Gladbeck heraus geholt, mehr war nicht drin“
Es wäre ja nichts neues, wenn Bürger den Politikern 20 Jahre Erkenntnis voraus haben und mit ihren Bedenken am Ende wieder einmal recht behielten. Wir brauchen nicht weit zu schauen, die A 44 in Velbert wurde nach den Vorstellungen von Straßen NRW gegen verträglichere und günstigere Alternativvorschläge der Bürger durchgeplant. Ende vom Lied ist, dass die A 44 über Nacht fast doppelt so teuer wurde und schließlich weitaus teurer als der beste Alternativvorschlag. http://goo.gl/OsDod
Wieviel Beispiele brauchen wir noch? Warum glaubt man in Gladbeck immer noch an eine SALAMI-TAKTIK-EXTRAWURST ?
Es wird wohl ein Geheimnis der Verantwortlichen in Gladbeck bleiben. Na dann, können wir uns ja weiter entspannt zurück legen und von einem Tunnel träumen, der alle Sorgen um Gladbeck beseitigt wird?! Es lebe der Traum von Arkadien.
10:56
Ein Tunnel wird zu teuer. Also gar kein Ausbau, sondern Zukunfts orientierte Verkehrslösungen.
Wenn man keinen Ausbau befürwortet braucht man sich auch um eine Baustellenabwicklung keine Gedanken machen. Kommt ein Ausbau bedeutet das viel mehr Verkehr und das vor allen Dingen LKW,auchGefahrguttransporte.
08:52
#8 ein Hellseher
21:57
Ich habe nichts von endgültig gesagt. Fakt ist, dass alle möglichen Ex-Minister von Bund und Land alles mögliche erklärt haben. Schnee von gestern.
Für mich zählt das, was Roland und der Rat sagen. Und das heißt TUNNEL und noch ein paar andere Kleinigkeiten - ich finde z.B. die Frage der Baustellenabwicklung viel spannender, aber dafür interessiert sich jemand wie Kruse nicht, weil er davon nicht betroffen ist ;-)
20:30
Zu 5.
Es ist schon richtig, das ich ziemlich neu hier in dem Kreis bin. Vieleicht habe ich von den Berichterstattungen über dieses Projekt A52 und Tunnelbau etwas verpasst. Von einer entgültigen Ablehnung habe ich nichts gelesen. Wenn das ja so wäre, dann hätte der Bürgermeister doch am 03.06.2011 im WAZ -bericht doch sagen können, das der Tunnelbau nicht mehr verhandelbar ist. Er sagte im Gegenteil, dass er noch in intensiven Verhandlungen in der Sache A52 mit der Kernfrage Tunnelbau mit dem Landtag stecke. Für mich klingt das schon ein bisschen merkwürdig. Vieleicht liege ich ja damit falsch und es kann mir jemand erklären.
20:27
Zum Kommentar von mb und festus:
- Die Konsequenz muss auch benannt werden: Wenn die Forderungen, die das Projekt für Gladbecker BürgerInnen kurzfristig erträglich machen würden, nicht erfüllt werden, muss das Projekt abgelehnt werden. Da sie nicht erfüllt werden - wer die allgemeinen Bedingungen kennt, ist nicht überrascht -, ist nun überfällig, dass der Rat so beschließt, also den Autobahnbau klar ablehnt.
- Zugleich sollte er sich für die Verbesserung der Bedingungen für eine zukunftsfähige Mobilität in der ganzen Region stark machen.
- Das würde dem ganzen Ruhrgebiet gut tun, in anderen Ballungsgebieten werden z.B. Busse und Bahnen viel häufiger genutzt, hier kann bei uns viel getan werden - zur Entlastung der B224 und für flüssigen Autoverkehr!
- Im Übrigen wären auch bei Erfüllung der vom Rat beschlossenen Bedingungen die Gladbecker die Gelackmeierten, wenn die Autobahn gebaut würde. Denn in jedem Fall würde der Verkehr erheblich zunehmen, am meisten der LKW-Verkehr, wie die Prognosen sagen, und durch massenhaft mehr Schadstoffe auf Gladbecker Gebiet und Umgebung die Gesundheit der hier Wohnenden gefährden, zumal Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen würden zunehmen.
- Das würde umso schlimmer dadurch, dass das Stück auf Gladbecker Gebiet nur ein Teilstück der geplanten Transit-Autobahn ist, und wenn diese fertig gebaut würde, würde sie zusätzlich internationalen Fern-LKW-Verkehr durch unsere Städte anlocken. Zurzeit versuchen die Straßenbauer, das Teilstück auf Bottroper Gebiet planerisch voranzutreiben. Immerhin können BürgerInnen bis zum 24. Juni Einspruch einlegen: siehe www.transit-autobahn.de.
- Es gibt bessere Möglichkeiten als den Straßenbau, der nach einiger Zeit immer zu noch mehr Staus führt: Bei der MobilitätWerkStadt werden sie sichtbar. Dafür lohnt es sich, dass wir uns einsetzen. Einzelheiten: www.transit-autobahn.de
19:38
Hallo Festus,
Du bist anscheinend neu hier, diese Ablehnungen standen doch schon mehrfach in der WAZ.
Sie kamen u.a. von Verkehrsministern, an die heute keiner mehr denkt wie Raser-Olli oder seinen gegelten Kurzzeitnachfolgelutz.
Deren Briefe sind also nur von begrenzter Relevanz.
Wichtiger ist doch, dass die in Berlin und Ddorf was von uns wollen, wir doch nicht von denen.
Und das gibts folgerichtig nur zu unseren Bedingungen.
Also entspann Dich.
19:20
Übrigens, lieber der WESTEN, ändert doch bitte noch;
Ganz in diesem Sonne startet am 16. Juli...
in
Ganz in diesem SINNE startet am 16. Juli...
Der Wetterbericht hat hier nichts mit zu tun ;-)