Mittel für Jobcenter gekürzt

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will die Mittel für die Jobcenter in den kommenden drei Jahren bundesweit um 750 Millionen Euro kürzen. Für das Jobcenter Kreis Recklinghausen bedeutet das eine Kürzung um rund 5,6 Millionen Euro, die in erster Linie für die Hilfe junger Erwachsener vorgesehen waren, so die Kreisverwaltung.

Das Jobcenter Kreis Recklinghausen wird kaum noch mehrjährige Aktivierungs- und Ausbildungsmaßnahmen finanzieren können. Konkret bedeutet das: „Maßnahmen, mit denen wir junge Menschen über mehr als zwölf Monate qualifizieren und aktivieren, können in diesem und in den folgenden Jahren nicht mehr gestartet werden, da sie quasi nicht mehr finanzierbar sind“, sagt Jürgen Ritzka, Leiter Jobcenter Kreis Recklinghausen. Darüber hinaus: Die Teilnehmer, die derzeit in Jugendwerkstätten, Produktionsschulen oder berufsvorbereitenden Maßnahmen fit für eine Ausbildung gemacht werden, bekommen keinen geförderten Anschluss oder Übergang in den Beruf. „In Anbetracht der prekären Situation auf dem regionalen Ausbildungsmarkt ist das für unsere Kunden aber oft die einzige Chance“, sagt Jürgen Ritzka.