„Mindestlohn verringert Schwarzarbeit“

Das neue Mindestlohngesetz ist nach Einschätzung des DGB „eine wichtige sozialstaatliche Maßnahme gegen Schwarzarbeit, Lohndumping und Hinterziehung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen“.

Insbesondere Minijobs seien ein verbreitetes Einfallstor für gesetzeswidriges Verhalten von Arbeitgebern. Sie hätten in der Vergangenheit ideale Bedingungen geboten, um Schwarzarbeit, Lohndumping und Hinterziehungstatbestände zu organisieren.

Beispielsweise seien die Arbeitszeiten oft deutlich verlängert worden, so dass der reale Stundenlohn die Grenze zur Sittenwidrigkeit unterschritt. Oft sei auch ein Minijob gemeldet und darüber hinaus gehende Arbeit „schwarz“ bezahlt worden. Diese und weitere, vielfach dokumentierten Missstände würden nun durch das Mindestlohngesetz und seine strikte Anwendung unterbunden, so der DGB.

Voraussetzung dafür sei allerdings, dass Arbeitgeber und Beschäftigte die vom Gesetz verlangte Erfassung der Arbeitszeiten ordnungsgemäß durchführten.

Der DGB stellt interessierten Minijobbern jetzt auch im Kreis Recklinghausen eine Hilfe zur persönlichen Arbeitszeiterfassung zur Verfügung, die in den jeweiligen DGB-Geschäftsstellen angefordert werden kann.