Mensch, Ruhrpott!
06.02.2009 | 00:12 Uhr 2009-02-06T00:12:00+0100
Gladbeck. Die Künstlerin Maegie Koreen ist am 3. März im Lesecafe der Bücherei zu Gast. Chansons über das Revier bringt sie natürlich mit. Vier weitere Künstler begleiten sie.
Sie ist herzlich, charmant, sehr vielseitig und äußerst überzeugend – so wie das Ruhrgebiet, das sie so sehr liebt und in ihren Chansons immer wieder besingt.
Maegie Koreen ist in Gelsenkirchen geboren, aber überall im Revier zu Hause. Sie als musikalische Botschafterin der Menschen von Rhein und Ruhr zu bezeichnen, das würde es wohl ganz gut treffen. Und diese Botschaft, die soll auch im Kulturhauptstadt-Jahr 2010 erklingen. Die Künstlerin ist nämlich mit ihrer „Ruhr Chansonnale” ins TWINS-Projekt aufgenommen worden. Doch bevor die kulturelle Welt 2010 im Revier zu Besuch ist, legt die Sängerin eine kleine Stippvisite in Gladbeck ein. Mit „Chansons und Liedern aus der Heimatstadt” ist sie am Dienstag, 3. März, im Lesecafé der Stadtbücherei zu sehen und zu hören.
„Mensch Ruhrpott” will sie ihren Zuhörern dann energisch entgegenschmettern. „Mensch Ruhrpott, mach dich nicht immer so klein!” Denn das genau ist Maegie Koreens Botschaft: die Menschen im Revier haben zwar einiges auf dem Kasten, aber es fehlt ihnen der Regionalstolz, das gesunde Selbstbewusstsein. Dabei sei der Wandel vom Kumpel- zum Kulturrevier doch bestens gelungen, ist die Koreen überzeugt.
Der Auftakt ist in Gladbeck
In der InterMezzo-Reihe gastiert Maegie Koreen am 3. März um 20 Uhr im Lesecafé der Gladbecker Stadtbücherei. Mit ihrem Programm „Mensch, Ruhrpott!” wird sie auch noch in Hagen, Bottrop und Gelsenkirchen Station machen. Karten gibt unter 99 26 58. Mehr Infos zur RuhrChansonnale unter www.RuhrChansonnale.de.
Und genau davon singt sie, meist beginnend mit dem Bergmannslied von Tucholsky ist ihr Programm eine Hommage an das Revier. Das Revier, so wie es einst war, heute ist und übermorgen sein wird. Der Wandel ist ihr wichtig, dafür, sagt sie, schlägt sie auch selbst neue Wege ein, nimmt neue, junge Künstler mit ins Boot. In Gladbeck begleiten sie beispielsweise Pascal Valée und Jennifer Labath. Die jungen Sänger bieten Chansons zwischen Ruhrpott-Image und junger Identität. Das sagenhafte Ruhrgebiet ist das Thema von Jessica Burri. Sie macht, sagt Maegie Koreen, eine ganz eigene Sache über das erste Pferd im Emscherbruch. Texte und Lyrik zum Nach- und Weiterdenken wird Wolfgang Sternkopf beisteuern.
Und weiter geht's mit Riesenschritten Richtung 2010. Auch da wird übrigens Gladbeck mit im Chanson-Pot-Pourri sein. Gladbeck, und Gladbecks Partnerstadt Schwechat. Von dort kommt nämlich die 18-jährige Tessa Haberle, die beim TWINS-Projekt zu hören sein wird. Und von deren Stimme Maegie Koreen in den höchsten Tönen schwärmt.
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