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Mehr Lehrverträge abgeschlossen

12.09.2012 | 18:38 Uhr
Mehr Lehrverträge abgeschlossen
In gewerblich-technischenFoto: Olaf Fuhrmann

Nordrhein -westfälische Unternehmen setzen auf Ausbildung. Die Zahlen seien gestiegen, verkündet die IHK Nord Westfalen.

Die nord-westfälischen Industrie-, Handels- und Dienstleistungsbetriebe setzen weiter voll auf Ausbildung und steigern die Zahl der Lehrstellen gegenüber dem Vorjahr noch einmal kräftig. So lautet eine von der IHK Nord Westfalen transportierte Botschaft.

Demnach wurden in ihrem Zuständigkeitsbereich Anfang September exakt 9756 neu eingetragene Ausbildungsverträge verbucht. „Das ist ein erneutes Plus von 3,6 Prozent“, betont Carsten Taudt, Leiter des IHK-Geschäftsbereichs Bildung. Dadurch werde die Position des IHK-Bezirks unter den fünf größten Ausbildungsregionen Deutschlands gefestigt. Zum Vergleich: Im NRW-Landesdurchschnitt liegt der Zuwachs bei knapp anderthalb Prozent.

Das Lehrstellen-Wachstum in den beiden Teilregionen Münsterland und Emscher-Lippe-Region der IHK Nord Westfalen war mit 3,6 Prozent exakt gleich stark. Die meisten Lehrlinge haben die Unternehmen in kaufmännischen Berufen eingestellt. Mit 893 Neueintragungen führen die Kaufleute im Einzelhandel wie im Vorjahr die Top Ten der Ausbildungsberufe an, gefolgt von Industriekaufleuten (802), Verkäufern/-innen (790) und Kaufleuten im Groß- und Außenhandel (619). Auf dem fünften Platz steht mit 467 neuen Industriemechaniker/-innen ein gewerblich-technischer Beruf. Platz sechs belegen die Bürokaufleute (434), Platz sieben die Bankkaufleute (408), Platz acht die Fachinformatiker/-innen (339), Platz neun die Elektroniker/-innen für Betriebstechnik (309) und Platz zehn die Fachkräfte für Lagerlogistik (293).

„Insgesamt konzentrieren sich damit mehr als die Hälfte aller neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse auf zehn Ausbildungsberufe“, betont Taudt. Dabei gebe es allein im IHK-Bereich über 150 verschiedene Ausbildungsberufe. Die Berufsorientierung müsse deshalb weiter verbessert werden, insbesondere an Gymnasien sei da noch viel Luft nach oben, meinte Taudt.

Wer noch auf Lehrstellensuche sei, könne seine Chancen stark verbessern, wenn er jenseits der Top-Ten-Berufe suche, also zum Beispiel Kaufmann für Spedition- und Logistikdienstleistung statt Bürokaufmann. Freie Ausbilldungsstellen gebe es immer noch.

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