Machtwort

Muezzin-Ruf. Zehn Jahre nach Beendigung des Stadtteilprojektes Soziale Stadt, um den Stadtteil Butendorf aus seiner Ghettoisierung zu befreien, hat die Stadtspitze nun mal wieder ein Machtwort gesprochen. Da selbst Fraktionsmitglieder überrascht waren, scheint es eine reine Verwaltungsentscheidung zu sein.


Mit dem Zugeständnis, dass ab 20. April das Grundgesetz einer christlichen Wertegemeinschaft so ausgelegt wird, dass ein täglicher Muezzin-Ruf vom Minarett, unterstützt durch die Beschallung einer Lautsprecheranlage, vergleichbar mit dem Kirchengeläut ist, somit unvermeidbar und damit automatisch legalisiert sei, werden Sinn und Zweck des Stadtteilprojektes Sozial Stadt konterkariert.


Nach unseren Informationen gibt es in vielen Städten die Vereinbarung, dass der Muezzin-Ruf zum Freitagsgebet gestattet ist, aber jeden Mittag? Vor dem Bau des Minarettes wurde den besorgten Anwohnern versprochen, dass der Ruf des Muezzin nur in das Innere der Moschee gelangen wird. Was ist aus diesem Versprechen geworden? Nach Rücksprache mit meinem Nachbarn, einem Juristen, ist die Argumentationsgrundlage, dass ein Recht dazu besteht, irreführend und juristisch noch nicht eindeutig geklärt worden. Dies alles befremdet uns sehr.


Anwohner, die die täglichen Beschallung nicht wünschen, werden einen Wohnungswechsel vornehmen, Eigentümer ihre Häuser verkaufen etc….und wer zieht dann ein? Was wird dann passieren? Eine Ghettoisierung trägt nicht zur Integration bei...

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