Lauffs geht frühzeitig in Pension
16.12.2011 | 18:46 Uhr 2011-12-16T18:46:00+0100
Gladbeck. Das Ratsgymnasium steht vor einem Führungswechsel: Schulleiter Manfred Lauffs hat überraschend angekündigt, mit Ende des laufenden Schuljahres im nächsten Sommer auszuscheiden und in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen.
Lauffs, zehnter Direktor in der 111-jährigen Geschichte des Rats, ist seit 1996 an der Spitze der ältesten weiterführenden Schule Gladbecks. Zuvor war er seit 1991 stellvertretender Leiter.
Lauffs, Deutsch- und Französischlehrer, ist Urgestein des Ratsgymnasiums: Seit 1977 ist er an der Penne, seine erste und einzige Schule, an der er während seiner Laufbahn unterrichtete.
„Ja, ich habe das Angebot der Bezirksregierung auf frühzeitige Pensionierung angenommen“, bestätigte Lauffs, der im kommenden April 63 Jahre alt wird, der WAZ seinen Rückzug. Die Schulleiterposition werde im Januar, spätestens im Februar ausgeschrieben, derzeit bereite sie die Bezirksregierung in Münster vor.
Geplant sei, die Stelle nahtlos, also bereits mit Beginn des neuen Schuljahres 2012/13 zu besetzen. Bei der Wahl des neuen Schulleiters wird erstmals am Rats die Schulkonferenz das letzte Wort haben. Denn nach einer Vorauswahl von Kandidaten durch „Münster“ wird die Schulkonferenz, die drittelparitätisch durch Lehrer, Eltern und Schüler besetzt ist, aus dem Kandidatenkreis den Favoriten wählen. Die Stadt hat nach dem neuen Schulmitwirkungsgesetz nur beratende Funktion.
Bereits zum Halbjahreswechsel im Februar werden zwei weitere leitende Lehrer das Rats nach langjähriger Tätigkeit verlassen: Oberstufenleiter Gerd Schmidt und Mittelstufenleiter Hans-Werner Schmidt. Ihre Aufgaben übernehmen Ute Bachmann und Sandra Polutta.
22:08
Ich bin sicherlich kein Freund von Herrn Lauffs, der Mann ist stockkonservativ, obwohl er SPD-Mann ist. Aber vielleicht ja gerade deshalb.
Ich bin allerdings der Meinung, dass die WAZ schlecht beraten ist, wenn sie diese Kommentarfunktion nicht sofort schließt. Was der "Jensenmann" da an Vermutungen äußert, eignet sich dazu jemanden ernsthaft zu beschädigen.
Mein Appell an die Moderation: Schließen Sie hier die Kommentarfunktion.
Da gab es bislang keine "Vermutungen", nur Verwunderung aus den genannten Gründen und daraus die Frage nach dem Motiv der Bezirksregierung.
Das Rascheln im Busch und der Ruf nach dem Zensor machen nun tatsächlich hellhörig.
19:48
Man wundert sich schon, daß das Arbeitsleben für Otto Normalbürger verlängert wird bzw. mittels gewisser Perfidien die Renten gekürzt werden, der Herr Oberstudiendirektor mit A16-Besoldung vorzeitig und ohne Pensionsabschlag in den Ruhestand verabschiedet wird, obwohl das Land echte Schwierigkeiten hat, die relativ unattraktiven Schulleiterpositionen zu besetzen.
Hier mit den ebeso stereotypen wie dummen und diffamierenden Neid-Unterstellungen als Totschlägerargument zu kommen, zeugt wahrscheinlich eher von einem eklatanten Mangel an Argumenten!
Die eigentlich interessante Frage ist: warum hat es das Land so eilig, Herrn Lauffs zu verabschieden? Liegt da irgendetwas vor? Das wird die Stelle sein, wo man in nächster Zeit noch etwas nachstochern sollte.
10:26
Schlimmer als Beamte im vorgezogenen Ruhestand finde ich solche armseligen Neider, die es selbst offenbar zu nichts gebracht haben.
Hr. Lauffs wünsche ich - unbekannterweise - einen schönen wohlverdienten Ruhestand.
10:21
Ich hoffe doch, dass es trotz dieses Rückzugs mit dem LiteRATscafé weitergeht. Falls diese Literaturveranstaltung wegfällt, wäre das ein herber Verlust für die Stadt.
22:26
Verdient! Ich erinnere mich an ein Schützenfest im Jahre 1977!, da habe ich ML kennengelernt. Meine Schulzeit am Rats war etwas früher, ich habe sie nicht so gut in der Erinnerung. Allerdings schien mir damals Hr.Lauffs bereits als Lehrer, bzw. Pädagoge einer ganz anderen "Welt" zu sein. Sein Werdegang braucht ja keiner weiteren Erläuterung. Allerdings, nicht geehrter Vorkommentator, mit solchen Plattheiten aus Unwissenheit auf einen verdienten Staatsdiener los zu gehen, zeigt wieder einmal, dass der Anspruch unserer förderativen Kulturpolitik eben genau zu solchen Kommentaren führt; unreflektiert, schlichtweg dumm.
19:12
Unserem Land muß es echt gut gehen, wenn Staatsdiener mit 63 in den Ruhestand gehen können/dürfen.