Kurzschluss verursacht im BP-Werk Schaden in Millionenhöhe

Die BP-Raffinerie in Scholven auf einem Luftbild aus dem Jahr 2013.
Die BP-Raffinerie in Scholven auf einem Luftbild aus dem Jahr 2013.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Drei Anlagen mussten nach dem Kurzschluss herunter gefahren werden. Der Fackelschein war weit zu sehen. Und hat viele besorgte Fragen aufgeworfen.

Gelsenkirchen/Gladbeck.. Der Fackelschein war nicht nur in Zweckel, sonder auch in anderen Gladbecker Stadtteilen gut zu sehen - und hat viele Fragen aufgeworfen.

Der Kurzschluss im Eon-Umspannwerk, der damit verbundene Stromausfall und das Herunterfahren von drei wesentlichen Anlagenkomplexen haben in der BP-Raffinerie in Scholven am vergangenen Wochenende zu einer mehrtägigen Betriebsstörung und nach Unternehmensangaben zu einem Schaden im zweistelligen Millionen-Bereich geführt.

Raffinerie-Leiter Dr. Klaus Niemann: „Wir möchten uns in aller Form bei den Anwohnern für Lichtschein, Krach und insbesondere für die damit verbundene Beunruhigung entschuldigen.“ Wie berichtet, hatten die weit sichtbaren Flammen der Fackel den Himmel über Scholven vor allem in der Nacht von Freitag auf Samstag taghell erscheinen lassen.

Anlagen fahren in den Sicherheitszustand herunter

„Die Anlagen haben auf einen externen Fehler absolut richtig und sicher reagiert“, so Niemann zur WAZ. Ein Stromausfall im Millisekunden-Bereich stelle für den Betriebsablauf kein Problem dar, dauere diese Störung aber länger als drei, vier Sekunden an, fahren die Anlagen in den Sicherheitszustand herunter.

Der Druck in den Anlagen müsse dann gezielt abgeleitet werden. Deshalb sei die Fackel angesprungen und habe in offener Flamme Wasserstoff, Gasöl, Benzin und Diesel dem Stand der Technik entsprechend verbrannt.