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Visitenkarte für 2010

Kunst im Katalog

16.11.2008 | 12:57 Uhr
Kunst im Katalog

Gladbeck. Auf 33 Hochglanzseiten stellt sich die Gladbecker Künstler-Szene vor. 500 Exemplare liegen druckfrisch vor.

Die eine malt, die andere gestaltet Objekte, der nächste hämmert seine künstlerischen Ideen in Metall und wieder ein anderer schnitzt wundersam ausdrucksstarke Gesichter in Holz: Die Gladbecker Künstlerszene ist bunt und vielfältig. Und hat jetzt zum ersten Mal eine gemeinsame Plattform mit einem Katalog (Auflage 500 Stück), der heimische Künstler und ihre Kunst vorstellt und so einer breiten Öffentlichkeit nahe bringt.

„Das ist eine Visitenkarte der Stadt Gladbeck für das Jahr 2010, in der wir Teil der Kulturhauptstadt sein werden”, lobt Bürgermeister Ulrich Roland in einem Vorwort das Engagement der Künstler.

„Toll, dass wir das hingekriegt haben.” Karoline Dumpe, Initiatorin und treibende Kraft für dieses Projekt, stellte das 33 Seiten starke Hochglanzprodukt mit dem Titel „Bildende Kunst in Gladbeck - Kunst, Künstler, Institutionen und Initiativen” in ihrem Atelier an der Ringeldorfer Straße vor. Wir, das sind die beteiligten Künstlerinnen und Künstler, aber auch das Kulturamt der Stadtverwaltung und dessen Leiter Lothar Sikorski, der in seinem Amt die Druckkosten für die 500 Exemplare übernahm. Und Museumsdirektor Dr. Wolfgang Schneider, der die Jury zusammen stellte, die letztendlich darüber entschied, wer sich darstellen durfte in den Katalog. Ein Kriterium: Es sollten die freien Künste sein, keine angewandte Kunst, also keine Porzellanmaler, Hutmacher . . .

Die Wahl fiel auf elf Kunstschaffende in der Stadt, dazu zählen sowohl Vertreter eher surrealer Malerei wie Fredi Timme als auch Newcomer wie Niels Mlynek, dessen mediale Kunstinstallationen eher erlebt als nur (an)gesehen werden müssen. „Aber der Katalog ist bei weitem nicht vollständig, sondern müsste eigentlich ständig erweitert und ergänzt werden”, so Karoline Dumpe. Das vorliegende Heft sei eher eine momentane Bestandsaufnahme.

Für die Beteiligten ist neben der öffentlichen Präsentation ihrer Arbeit aber auch wichtig: Die Kunstszene in Gladbeck findet sich allmählich zusammen, ein Anfang wurde ja schon mit der ersten selbst organisierten KunstRoute am Wochenende der offenen Ateliers gemacht. „Man kannte sich vorher doch gar nicht", schildert Ulrike Reichwein die eher einsame Situation künstlerischen Arbeitens. Vom Austausch mit Gleichgesinnten über Ausstellungsmöglichkeiten und Arbeitsweisen profitieren sie alle

„Es bewegt sich etwas, den Leuten geht es nicht mehr nur um die eigene Sache, der Standort Gladbeck wird interessanter”, urteilt Klaus Greuel, Vorsitzender der Kunstschmiede. Aus der gemeinsamen Präsentation folgen nun weitere regelmäßige Zusammenkünfte. Einmal im Quartal soll's einen Stammtisch geben.

Maria Lünning

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