Künstlerin B. Lützenburg ist gestorben

Bottrop..  Bernhardine Lützenburg ist tot. Die bekannte Bottroperin, die auch Ausstellungen in Gladbeck hatte, starb am vergangenen Mittwoch im Alter von 67 Jahren. Mit ihrer Familie trauern viele Menschen um eine engagierte Bürgerin, die bis vor wenigen Wochen aus dem kulturellen Leben Bottrops nicht wegzudenken war.

1949 in Kirchhellen geboren, zeigte sie sich schon früh an Kultur, vor allem aber an der bildenden Kunst interessiert. Den Anstoß, sich nach einer kaufmännischen Ausbildung intensiv mit Kunst auseinanderzusetzen, gab ein Besuch im Atelier des Bottroper Künstlers Johannes Fischedick. Wer Bernhardine Lützenburg kannte, weiß, dass die energiegeladene Frau mit dem sympathischen Lachen, menschlicher Wärme und sozialer Kompetenz, nicht nur ihr eigenes Können im Bereich Malerei und vor allem Skulptur zielgerichtet entwickelte, sondern ihr Talent und ihre Fähigkeiten auch in den Dienst anderer stellte.

Einen großen Teil ihrer Zeit widmete sie der Kunstgemeinschaft Bottrop, deren Vorsitz sie 1992 übernahm. Mit Kunst und Kultur könne man jeden erreichen, lautete das Credo der Künstlerin. 2001 erhielt sie die Stadtplakette, 2011 bekam sie den Kulturpreis. Witz und Humor durchziehen viele ihrer Kunstwerke. Ihr plötzlicher Tod hinterlässt eine schmerzhafte Lücke im kulturellen wie gesellschaftlichen Leben.