Kritik am Aus für den Day of Song

Aus dem Bistum Essen kommt jetzt Kritik am unerwarteten Aus für den „Day of Song“, an dem sich auch Gladbecker Chöre beteiligt hatten. Integrationsprojekte wie das gemeinsame Singen des türkischen Chors NRW mit dem Chor des Bistums Essen hätten gezeigt, dass diese Veranstaltung weit mehr sei als nur ein Event, das Touristen ins Ruhrgebiet locken soll, so das Bistum.

Wer hätte gedacht, dass der einst so umjubelte „Day of Song“ einmal verstummt? Er war im Kulturhauptstadtjahr 2010 ins Leben gerufen worden, nun soll er aus Kostengründen und wegen fehlender Außenwirkung nicht mehr über die Bühne gehen. Die Veranstaltung hatte tausende sangesfreudige Mädchen und Jungen, Jugendliche und Erwachsene verschiedener Nationen und Gruppen vereint. Sie ließen einst zur Premiere voller Eifer gemeinsam ihre Stimme erschallen. Und auch in den Folgejahren wurde der „Day of Song“ auf die Beine gestellt. So wurde in mehr als 60 Städten in 2014 gesungen. Die Lieder aus gut 30 000 Kehlen erklangen in Industriedenkmälern, auf Marktplätzen, Schiffen, in Kirchen, in Kneipen, Schulen, Universitäten und Konzertsälen.