Kreuzbund-Appell an Politik: Nicht bei Selbsthilfe sparen

Viele Gäste kamen am Wochenende zum Tag der offenen Tür des Kreuzbundes an die Bachstraße.
Viele Gäste kamen am Wochenende zum Tag der offenen Tür des Kreuzbundes an die Bachstraße.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Kreuzbund lud am Wochenende zum Tag der offenen Tür in seine Gruppenräume an die Bachstraße ein. 1973 entstand die erste Kreuzbund-Gruppe in Gladbeck.

Gladbeck..  Der Vorsitzende des Kreuzbundes Gladbeck, Michael Skerstinat, appellierte am Wochenende beim Tag der offenen Tür des Kreuzbundes an die Politik auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, Selbsthilfegruppen auch künftig angemessen zu unterstützen.

Vor dem Hintergrund einer stetig steigenden Anzahl von Selbsthilfegruppen würden die Stücke aus dem zu verteilenden Finanzkuchen immer kleiner. „Schließlich kann man aus einer Torte nicht zwei machen, sondern man muss die Tortenstücke entsprechend verkleinern“, sagte Skerstinat. Selbsthifleeinrichtungen wie der Kreuzbund, der sich die Arbeit gegen Alkoholsucht und andere Suchtgefahren auf die Fahnen geschrieben hat, könnten jedoch nicht endlos Kosten einparen. Skerstinat: „Bei aller Ehrenamtlichkeit und dem stetigen Bemühen, Kosten zu sparen, kommt man an bestimmten Ausgaben nicht vorbei, wenn man qualitativ hochwertig arbeiten möchte.“

Fach- und sachkundige Referenten etwa müssten angemessen bezahlt werden, auch Flyer und sonstiges Infomaterial seien unverzichtbar, um in der Öffentlichkeit nachhaltig in Erscheinung zu treten und um betroffenen Menschen helfen zu können, so der Gladbecker Kreuzbund-Vorsitzende.

Zahlreiche Gäste aus Politik und gesellschaftlichem Leben schauten am Samstag in den Gruppenräumen des Kreuzbundes an der Bachstraße 1 vorbei, um sich über die Arbeit der Organisation zu informieren. Dazu zählten auch Sozialdezernent Rainer Weichelt, SPD-Landtagsabgeordneter Michael Hübner, Barbara Ringkowski (CDU), Vorsitzende des Sozialausschusses, und Caritas-Geschäftsführer Rainer Knubben.

Die erste Kreuzbundgruppe in Gladbeck entstand im Jahr 1973; zugleich öffnete die Psychosoziale Beratungsstelle der Caritas. Seit dieser Zeit gibt es eine enge Zusammenarbeit des Kreuzbundes mit der Beratungsstelle. Beim Kreuzbund Gladbeck gibt es inzwischen sieben Gruppen für Suchtbetroffene und auch für deren Angehörige, zudem trifft sich eine eigene Angehörigengruppe einmal monatlich.

Wer erste Kontakte knüpfen möchte, ist an jedem Freitag (auch feiertags) an der Bachstraße genau richtig. In der Zeit von 19 bis 21 Uhr gibt es hier die Gelegenheit, sich unverbindlich, kostenlos und ohne weitere Verpflichtungen ein Bild davon zu machen, wie der Weg in die Abstinenz gelingen kann.

Für weitere Informationen zum Kreuzbund Gladbeck steht Michael Skerstinat unter Tel. 57565 zur Verfügung.