Kreative wollen in Gladbeck künftig Projekte anschieben

Hereinspaziert: Im Kreativamt am Jovyplatz fällt der Startschuss zum Projekt „Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft“.
Hereinspaziert: Im Kreativamt am Jovyplatz fällt der Startschuss zum Projekt „Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft“.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
  • Erstes Treffen findet am 27. Oktober im Kreativamt in Gladbeck am Jovyplatz statt
  • Geld für künftige Projekte fließt aus dem Biwaq-Förderprogramm in die Stadt
  • Mit im Boot sind u.a. Bildende Künstler, Webdesigner, Fotografen und Musikschulmitarbeiter

Gladbeck..  „Gladbeck (k)ein Ort für Kreative?“ – Unter diesem Motto lädt die Stadt Kreative und Kulturschaffende zum Projekt „Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft“ am Donnerstag, 27. Oktober, von 17 bis 19.30 Uhr ins Kreativamt am Jovyplatz 4 ein.

Das Treffen findet im Rahmen des Programms „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – Biwaq“ statt, das durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert wird. Maria Jost von der Wirtschaftsförderung: „Bis zum Jahr 2018 fließen rund 750 000 Euro in Projekte. Biwaq macht’s möglich.“ Die Hälfte der 750 000 Euro geht an das Projekt Integration in Arbeit, bei dem Arbeitslose über das Jobcenter und die Rebeq gefördert werden sollen.

„Gladbeck mehr in den Fokus der Kreativwirtschaft stellen“

Der Rest der Summe kommt der „Lokalen Ökonomie“ zugute. Die gliedert sich wiederum in drei Unterthemen wie Gewerbecheck (Stabilisierung und marktgerechte Neuausrichtung von kleinen und mittleren Unternehmen), mobiler Handel (Wochen- und Feierabendmarkt) und Kultur- und Kreativwirtschaft.

Ziel ist hierbei, so Maria Jost, „dass Gladbeck mehr in den Fokus der Kreativwirtschaft gelangen soll“. Zusammenarbeit und Vernetzung sind die Stichworte. Begleitende Agentur der Lokalen Ökonomie und speziell der Kreativwirtschaft ist „C4C“, die ihren Sitz im Kreativamt hat und auf Unternehmenskommunikation spezialisiert ist. Sebastian Volk: „Wir haben 45 Kreative und Kulturschaffende zu dem Treffen eingeladen.“

Projekt- und Gesprächskultur

Mit diesem ersten Aufschlag, so Volk, wolle man „die Warm-Up-Phase starten, der Kreativwirtschaft ein Gesicht geben“. Angeschrieben wurden Musikschulmitarbeiter, Softwareentwickler, Bildende Künstler, Fotografen, Webdesigner und Werbeagenturen. „Wir wollen zunächst wissen, wer in der Kreativwirtschaft tätig ist.“ Fürs Kennenlernen ist deshalb der 27. Oktober gedacht.

An Folgeterminen sollen dann mit den Kreativen diverse Projekte entwickelt werden, soll so eine Projekt- und Gesprächskultur entstehen. Das Motto lautet, so Volk: „Was können wir als Kreative für die Stadt Gladbeck machen?“ Ganz wichtig ist, dass die Projekte nicht von oben nach unten entwickelt werden, sondern aus der Gruppe heraus. Am 1. Dezember findet ein weiteres Treffen statt. Im Februar hofft Volk, dass bereits „erste Projekte vorgestellt werden“.

Als eine von 18 NRW-Städten ist Gladbeck im Förderprogramm

Gladbeck ist die einzige Kreisstadt, die am Biwaq-Programm teilnimmt. Sie hatte sich im Vorfeld bundesweit mit 127 Kommunen beworben. Als eine von 18 Städten in NRW ist Gladbeck bei Biwaq dabei. Voraussetzung war, dass die lokalen Fördergebiete am Projekt „Soziale Stadt“ teilnehmen beziehungsweise teilgenommen haben. In dieser Hinsicht hat Gladbeck mit den Stadtteilen Brauck, Butendorf und Mitte ja so Einiges zu bieten.

Hintergrund: Ein Partnerprogramm von „Soziale Stadt“

Seit 2008 legt „Biwaq“ als Partnerprogramm des Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt“ den Schwerpunkt bewusst auf benachteiligte Stadt- und Ortsteile. So verknüpft „Biwaq“ quartiersbezogen lokale Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeitsmarktprojekte mit städtebaulichen Maßnahmen.

Mit dieser Sozialraumorientierung erreicht die Unterstützung die Menschen, die sie benötigen. Die Projekte entwickeln wirksame Instrumente für die konkreten Bedürfnisse in den Soziale-Stadt-Gebieten. Sie sind verknüpft mit städtebaulichen Investitionen und kooperieren eng mit den Partnern vor Ort.