Kräftig reizen für den guten Zweck

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Was wir bereits wissen
Skat gedroschen wurde in den Hubertushöfen des Schützenvereins Hubertus Zweckel beim Benefizturnier für den Kinderhospizdienst. 16 Tische waren mit Spielern besetzt.

Gladbeck..  Skat bedeutet nicht nur geben, reizen und spielen, sondern vor allem auch ein wenig Nostalgie. Wer erinnert sich nicht an verqualmte Kneipen, in denen in der Regel ein Trio aus Männern Karten kloppte. Dazu gab es Sprüche wie „Pikus, der Waldspecht“ oder „Der jammert sich zum Sieg“ zu hören. Beim Skat wird bekanntlich nicht nur viel nachgedacht, sondern auch mit Phrasen nur so um sich geschmissen. Am Samstag trafen sich Spieler aus ganz Gladbeck und duellierten sich für den guten Zweck. 32 Akteure spielten für die gute Sache – der Erlös kommt dem Kinderhospizdienst in Gladbeck zugute.

Während die Teilnehmer sich an den mehr als 16 Tischen die Karten „um die Ohren hauen“, schaute Organisator Manfred „Menne“ Freitag mit ein wenig Wehmut auf „seine“ Spieler. „Es hätten ja ruhig ein paar mehr sein können“, ärgerte sich der Gladbecker, der jedoch gleichzeitig sagte: „Es wird trotzdem eine gute Summe zusammenkommen.“

Skat ist ein Logikspiel und fördert den Teamgedanken

An den Tischen ging es zweifelsfrei heiß her: „Kein Spiel ist wie das andere“, erklärte Ingo Ballnat (74). Noch heute spielt der Gladbecker regelmäßig im Verein. Seit 1953 ist er mit von der Partie. Und dass Skat nicht nur ein Spiel für die ältere Generation ist, zeigte Björn Albrecht (29): „Ich spiele seitdem ich zehn Jahre alt bin.“ Doch was macht die Faszination Skat aus? „Es ist ein Logikspiel, bei dem man viel denken muss. Der Teamgedanke ist ebenfalls dabei. Schließlich wird zu zweit gegen einen Gegner gespielt.“

Zugegeben, in den Räumen des Schützenvereins Hubertus-Zweckel sah es am Samstagmittag so aus, als sei Skat eine reine Männerdomäne. Doch zwei Frauen waren dann dennoch, etwas versteckt, im Teilnehmerfeld zu finden. Lydia Hontzek (57) war eine von ihnen: „Skat ist ein tolles Gesellschaftsspiel, was nie langweilig wird. Konzentration ist ebenfalls gefordert.“ Für die Verpflegung der Spieler sorgten die Schützenbrüder von Hubertus-Zweckel. Frikadellen, ein kühles Pils oder auch Kuchen – hier war für jeden etwas dabei. „Es ist toll, dass ich für mein Vorhaben so viel Unterstützung bekommen habe“, so „Menne“ Freitag.

Apropos Unterstützung: Diese war auch bei der Tombola zu sehen. Ein riesiger Tisch voller Geschenke zierte den Flur. Gutscheine von Restaurants, Bücher, kleine Verpflegungspakete mit Wurst und Käse konnten gewonnen werden. Alles gespendet von heimischen Unternehmen und Gaststätten. „Wenn ich das sehe, macht mich das schon ein wenig stolz“, so Freitag.

Nach knapp sechs Stunden konnte Holger Bruns das Turnier endgültig für sich entscheiden. Werner Otto sicherte sich die Silbermedaille, noch vor Günter Döger. Zudem wurden mehr als 20 Sachpreise unter den Teilnehmern des Tunriers ausgegeben.