Konzert im Gedenken an Musikschul-Vater Günter Waleczek

Das Blechbläserensemble der
Das Blechbläserensemble der
Foto: Stadt Gladbeck
Was wir bereits wissen
Die städtische Musikschule feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Das Eröffnungskonzert am 21. Februar ist ihrem Gründer gewidmet.

Den runden Geburtstag seines Lebenswerks erlebt er nicht mehr: Günter Waleczek. Der Vater der städtischen Musikschule starb im vergangenen Jahr. Seine Verdienste für die Musik in Gladbeck sind unvergessen. Er war es, der die Musikschule vor 50 Jahren aus der Taufe hob, ihm ist das Eröffnungskonzert zu einer Veranstaltungsreihe im Jubiläumsjahr gewidmet.

In der Petruskirche

Das Kirchenkonzert am Samstag, 21. Februar, ist denn auch überschrieben mit „In memoriam Günter Waleczek“. Der ausgewählte Spielort knüpft ebenfalls eine Verbindung zum ersten Musikschuldirektor. Die Mitwirkenden treten ab 17 Uhr in der Petruskirche an der Vehrenbergstraße auf – der Wirkungsstätte des Kantors Günter Waleczek. Hier ist der Geburtsort der Musikschule, hier begann der Initiator über die „Evangelische Kantorei Brauck“ und die „Schola instrumentalis“ im Jahre 1965 mit dem Aufbau der Bildungsstätte.

In der Petruskirche wird der Sohn im Gedenken an den Vater der Musikschule Orgel spielen: Dr. Helfried Waleczek. Rolf Hilgers, der amtierende Musikschulleiter, erzählt: „Ich habe gefragt, ob er sich vorstellen könnte, mit uns gemeinsam ein Konzert zu geben.“ Und Helfried Waleczek sagte zu. Auch wenn er einen anderen beruflichen Weg eingeschlagen hat als sein Vater: Die Musik liegt auch ihm im Blut. Er lernte das Orgelspiel in St. Lamberti, legte ein C-Kirchenmusikexamen ab.

Mit dem Blechbläserensemble der Musikschule wird Helfried Waleczek am 21. Februar vornehmlich französische Kompositionen interpretieren. Den Ton gibt Rolf Hilgers an. Neben dem „Rigaudon“ von André Campra, dem „Sortie“ von Henri Braut und einem „Madrigal“ von Hans Leo Haßler werden Werke von Antonio Bertali, Leon Boellmann, Johann Joseph Fux, Giovanni Sammartini und Josef Rheinberger aufgeführt.

Philippe Lefebvre aus Paris

Auch der zweite Gast des Konzertes, Philippe Lefebvre, Titularorganist an der Kathedrale Notre-Dame de Paris, hat schon der Orgel von St. Lamberti Wohlklang entlockt. Dort hörte ihn auch Rolf Hilgers. Er erzählt: „Über freundschaftliche Verbindungen zur Familie Waleczek ist der Kontakt zur Musikschule zustande gekommen.“

Lefebvre wird unter anderem die „Fantasia G-Dur“, BWV 572, von Johann Sebastian Bach und die „Sonata Nr. 6“ von Felix Mendelssohn Bartholdy interpretieren. Hilgers: „Darüber hinaus wird er seine hohe Kunst des Orgelspiels in „Variationen über ein Thema von Clément Jannequin“ und abschließend in einer herausragenden Improvisation präsentieren.“