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Kondition tanken am Kotten Nie

20.11.2009 | 18:08 Uhr

Gladbeck. Der Verein Sport für betagte Bürger hat sich schon Trainingszeiten gesichert am Bewegungsraum am Kotten Nie an der Bülser Straße.

Wenn das Alter in die Glieder fährt, wird der Körper unbeweglich, die Gelenke schmerzen, alles fällt ein wenig schwerer. Sorgen und Zipperlein sind aber vergessen, wenn sich die Damen am Kotten Nie zur Gymnastik treffen.

Sie sind so etwas wie Versuchskaninchen, auch wenn sie nicht mehr ganz so frisch daher hoppeln. Diese „Hasen” sind in die Jahre gekommen, in die hohen 60er. Aber laut Udo Jürgens fängt das Leben bekanntlich mit 66 Jahren ja erst an. Fünf Damen gehen an diesem Morgen am Kotten Nie auf der Stelle, so wie es Übungsleiterin Christa Oehmke vom SfbB vormacht. Der Sport für betagte Bürger ist der erste Verein, der sich eine feste Trainingszeit im Bewegungsraum für Generationen an der Bülser Straße gesichert hat. Der Seniorenbeirat, der neben dem Stadtsportverband und der Stadt das Konzept der Bewegungsräume mit entwickelt hat, plant im nächsten Jahr einen Kurs für Großeltern und Enkel. Auch der VfL will die Chancen am Kotten nutzen.

Das Areal und die Trainingsgeräte am Kotten Nie sind offen für alle, doch insbesondere ältere Menschen brauchen feste und verlässliche Kurszeiten. „Und zusammen macht es einfach mehr Spaß, alleine würde man das nicht so konsequent machen”, sagt Gisela Neumann. An diesem Morgen zeigt das Thermometer milde 14 Grad an. In der Woche davor flüchteten sich Damen vor Regen unters Scheunendach.

Oben scheint die Novembersonne durch die kahlen Äste, unten raschelt das bunte Herbstlaub, knirscht der Kies, doch keine morschen Knochen. Da kommt Bewegung in den Bewegungsraum. Ein Bein stehen lassen, das andere nach vorne schwingen und die Arme in die entgegengesetzte Richtung. „Gar nicht so einfach. Bei der Wassergymnastik ist das leichter”, findet die 67-Jährige. Wenn aber das Älterwerden schwer fällt, warum sollte das Training dagegen leicht sein? Gisela Neumann und Ingrid Hesseln neben es mit Humor. Hier ein Witzchen, da ein Lachen, das ist ja auch eine gute Medizin.

Der Mensch bewegt sich nicht weniger, weil er alt wird, sondern er wird alt, weil er sich weniger bewegt. 17,5 % der über 60-Jährigen Gladbecker treiben Sport in einem Verein, was mehr als in anderen Kommunen ist. Das heißt aber auch, dass 82,5 % keinen Sport treiben - das ist auch eine Marktlücke, die der Stadtsportverband besetzen will.

Bei der nächsten Übung halten sich die Damen am Geländer fest und machen leichte Kniebeugen. „Als wenn wir uns hinsetzen wollen”, erklärt Christa Oehmke. Alltagstauglich ist das Training angelegt, der SfbB will Hilfe zur Selbsthilfe vermitteln. „Man merkt die Zipperlein ja überall. Beim Bücken, beim Liegen”, sagt Ingrid Hesseln und erzählt, wie schwer ihr alltägliche Bewegungen fallen und wie steif sie sich manchmal fühlt. „Treppen steigen ohne Geländer kann ich nicht mehr”, meint Renate Rüschenschmidt. Früher sei sie mal geschwommen, aber das sei lange her. Seit 10 Jahren schon macht sie Wassergymnastik, jetzt hat sie sich auf die Frischluftvariante an Land eingelassen, stößt sich schwungvoll vom Geländer ab und bekommt herrlich gesunde, rote Wangen.

Aufsetzübung an der Bank, dann im Wechsel auf die Ganzkörpertrainer und Beinübungen am Geländer - Sauerstoff tanken, Muskeln kräftigen, Balance und Reaktionsvermögen trainieren, auf den verschiedene Belägen gegen den „Schluffgang” im Alter anlaufen. Und selbst wenn Gisela Neumann auf dem Ganzkörpertrainer etwas skeptisch dreinschaut, sind sie doch am Ende alle froh, „etwas geschafft zu haben. Man weiß, dass man was geleistet hat.”

Christoph van Bürk

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Kommentare
24.11.2009
08:10
Kondition tanken am Kotten Nie
von papamalle | #4

Diese Kommentare sind einfach nur peinlich und zeugen davon, dass die Schreiberlinge keine Ahnung von Seniorensport haben.

Statt so einen Unsinn zu verfassen, sollten sie lieber selber mal etwas Sport treiben. Die Kleidung sollte dabei doch wohl keine Rolle spielen.

Wie sollen Übungsstunden organisiert werden, ohne dass es feste Termine gibt?

Also bitte erst nachdenken (auch wenn es bei manchen vielleicht weh tut) und dann sachlich bleiben.

23.11.2009
21:22
Kondition tanken am Kotten Nie
von izmir_schlecht | #3

ichlachmichweg!

23.11.2009
08:22
Kondition tanken am Kotten Nie
von ichlachmichweg | #2

wenn schon Sport, dann bitte richtig in Sportbekleidung - nicht diese der Fa. Peek und Cloppenburg mit Schuhen von Schlatholt

23.11.2009
07:00
Kondition tanken am Kotten Nie
von wasfüreinquatsch | #1

Mal sehen, wann auf dieser holprigen Fläche der erste Unfall passiert - hoffentlich nie!
Der Verein hat sichTrainingszeiten gesichert - wieso, sonst interessiert das auch niemanden, die Geräte sind immer frei! Wer sich von den Älteren bewegen will, tut das nicht auf so einem Spielplatz wo er sich zum Affen macht.

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