Kommentar

Wohin geht die A 52-Reise? Das hatte die WAZ Gladbeck gefragt und den NRW-Verkehrsminister nach Gladbeck eingeladen. Dass er ohne langes Zögern zusagte, hat schon im Vorfeld ungeahnte Bewegung in die scheinbar festgefahrene Ausbaudebatte gebracht und womöglich eine Kehrtwende für die Gladbecker Verkehrssituation bewirkt. Die oft zitierte Macht der Medien – sie kann offensichtlich etwas bewirken. Wenn’s im positiven Sinne eine Verbesserung für Gladbeck bringt, umso besser!

Dass Groschek sich auch den Gegnern vor dem Luther Forum und in der Diskussion den Kritikern im Saal stellte, ist Ausdruck einer Politik auf Augenhöhe mit den Bürgern. Und es ist gelebte „Volksnähe“ im besten Sinne. Das verdient Anerkennung, auch von Kritikern. Wohin die A 52-Reise tatsächlich führt, das wird sich erst nach den angekündigten Gesprächen in Berlin zeigen. Eins ist sicher: Es muss etwas Besseres bei den Verhandlungen herauskommen als das, was 2012 beim Ratsbürgerentscheid als Ausbauvorschlag mit Tunnel auf dem Tisch lag. Nur so lässt sich politisch vertreten, dass das Bürgervotum seine Gültigkeit verloren hat. Das ist der Druck, der jetzt auf dem Bürgermeister und der Politik lastet.