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Ein Konzept für die Stadt

Klimaschutz lässt nicht kalt

14.04.2010 | 09:30 Uhr
Klimaschutz lässt nicht kalt

Gladbeck.Klimaschutz - ein heißes Thema, das auch in Gladbeck immer weniger Menschen kalt lässt. Das bestätigte sich wieder einmal am Dienstag, als die Stadt zu einer lokalen Klimaschutzkonferenz ins Rathaus einlud.

Fast 100 Umwelt-Interessierte nutzten die Chance, um ihre Vorstellungen von konkreten örtlichen Maßnahmen in ein integriertes Klimaschutz-Konzept einzubringen, das die Stadt im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben hat.

„Wir bewegen uns mit vielen schon auf den Weg gebrachten Projekten und Maßnahmen auf dem Weg zu einer umwelt- und klimafreundlichen Stadt“, sagte Bürgermeister Ulrich Roland zum Start der Konferenz. „Um das Klima und unsere Umwelt aktiv zu schützen, müssen wir, die Stadt Gladbeck, ihre Bürgerinnen und Bürger und die hier ansässigen Firmen, die Aktivitäten aber weiter ausdehnen und verstärken. Dazu erhoffe ich mir viele neue Vorschläge.“

Seine Hoffnungen wurden nicht enttäuscht, ebenso wenig, wie die des städtischen Umweltbeauftragten Dr. Dieter Briese. Der hatte - schon optimistisch - auf etwa 60 Teilnehmer der Konferenz gesetzt. „Dass es jetzt fast 100 Anmeldungen geworden sind, ist irre“. Und es war zudem eine bunte Mischung, die sich an diesem Nachmittag im Ratssaal zusammenfand: Ganz normale Bürgerinnen und Bürger ebenso wie Vertreter aus Politik, Verwaltung, kleinen und mittleren Firmen, von Naturschutzverbänden, von der IHK, aus dem Handwerk, Lehrer aus Gladbecker Schulen und und und . . .

Sie alle kamen ganz zwanglos ins Gespräch und in den Gedankenaustausch dank eines unerwarteten Konzepts für diese Konferenz. Das nennt sich KlimaCafé und bringt an unterschiedlichen Themen-Tischen Menschen mit ebenso unterschiedlichen gedanklichen Ansätzen zum Klimaschutz zusammen. Ganz so wie am Bier- oder eben auch Kaffeetisch. „Es ist von Vorteil, wenn man einmal nicht mit Fachwissen, sondern nur mit dem gesunden Menschenverstand an die Sache herangeht“, meint Andreas Hübner, Prokurist bei der Essener Gertec-Ingenieurgesellschaft, die das Klimaschutzkonzept für die Stadt erstellt.

„Kritzeln erwünscht“, so das Motto an den Tischen zu den vier Themenbereichen „Energie und erneuerbare Energien“, „Energieeffizienz im Gebäudebestand“, „Verkehr und Mobilität“ und „Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen“. Ideen wurden gleich auf den (Papier-)Tischdecken festgehalten und ganz schnell waren auch die ersten Ansätze nachzulesen.Etwa: „Weg vom kurzfristigen Denken und Handeln“, oder „Energieverbrauch senken durch Steigerung der Dichtigkeit von Häusern“, oder „Dezentrale Energieversorgung und Wiedereinspeisung von Abwärme“.

Die Tischdecken und weitere Ergebnisse der Konferenz werden gesammelt, ausgewertet und in das Klimaschutzkonzept eingearbeitet, das im Herbst vorgelegt werden soll. Man habe ja schon eine Menge getan und auch erreicht, hatte Bürgermeister Roland anfangs vorgerechnet. Aber Tatsache sei eben auch dies beim Klimaschutz: „Stets auf dem Weg, niemals am Ziel.“

Rainer Holstein

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Kommentare
14.04.2010
23:24
Klimaschutz lässt nicht kalt
von JohannesBalthaus | #2

Dieses Konferenzkonzept ist hervorragend und wird interessante und ergiebige Resultate bringen.
Es sollte auch bei anderen Themen angewandt werden, bei denen man auf lokaler Ebene etwas bewirken und verbessern kann.

14.04.2010
08:00
Klimaschutz lässt nicht kalt
von Wolfgang Kill | #1

wer vor Ort war ,
war sicherlich angetan von der Fülle der Menschen
aller coleur

und
man konnte ein ganz neues
Feeling oder System
einer Veranstaltung kennen lernen, das
sicherlich für viele absolutes Neuland war.

der Bericht gibt es ausgezeichnet wieder ! Herr Holstein;

>das im Herbst vorgelegt werden soll<

zum Abschluß, ca. 19.00 Uhr,
wurde der Zeitplan der
Veröffentlichung bekannt gegeben:
vorläufiger Bericht : Juni 2010
Endgültiger Bericht Juli 2010

also eine recht kurzzeitig angesetzte Info
die alle interessieren könnte/sollte / dürfte

GlückAuf

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