Kleinmädchen-Traum zum Aufheben

Kleider machen Bräute, wie finde ich mein Traumkleid?

Wessel: Nun, da werden wohl mehrere Geschäfte angefahren. Der Service ist hier das A und O. Als Kunde muss ich da das Gefühl bekommen, dass ich ernst genommen werde. Eigentlich sind beim Kleid nur zwei Varianten möglich: Entweder das erste ist es, oder man muss richtig suchen.

Sollte der zukünftige Ehemann beim Anprobieren oder beim Kauf dabei sein?

Wessel: Er wird verbannt. Schließlich gibt es den Aberglauben, dass der Bräutigam das Kleid nicht sehen darf. Deshalb haben wir im Schloss auch den Herrenausstatter von den Brautmoden getrennt.

Muss es immer der Traum in Weiß sein?

Wessel: Überwiegend ist es so, aber es muss nicht sein. Der Trend geht zu dezenten, aber auch Doppelfarben. Doch der Klassiker bleibt weiterhin Weiß.

Wohin mit dem teuren Kleid nach der Hochzeit?

Wessel: Ach, da machen sich die meisten keine Gedanken drum. Viele heben es auf, es ist eben der Kleinmädchen-Traum. Doch wenn etwas Dramatisches passiert ist, dann heißt es schon mal: weg damit. Eine Freundin hat übrigens das Taufkleid für den Sohn aus ihrem Brautkleid anfertigen lassen.

Wie vermeide ich mögliche Pannen am Tag der Hochzeit?

Wessel: Einfach Vertrauen zum Veranstalter haben. Der versucht, Wünsche und Ideen zu realisieren. Die Planung ist natürlich wichtig, aber ist es zu minutiös, dann geht es in die Hose. Man sollte versuchen, an so einem Tag locker zu bleiben. Ich weiß aber, dass das sehr schwer ist.

Ist die Kutsche eigentlich noch das beliebteste Hochzeitsmobil?

Nein, mittlerweile sind es Limousinen. Verrücktes wie ein gelber Hummer oder ein Oldtimer – das wird am häufigsten genommen. Die Anfahrtswege sind heute weiter und es gibt das Problem mit dem Wetter. Ziemlich schrill war übrigens im letzten Jahr die Sache mit dem Bollerwagen und dem davor gespannten Pony. Damit musste die Braut eine Runde durch den Park drehen. Das war schon sehr verrückt.