Das aktuelle Wetter Gladbeck 15°C
Stadtpolitik

Klare Absage von CDU und SPD in Gladbeck an die AfD

03.02.2016 | 15:08 Uhr
Klare Absage von CDU und SPD in Gladbeck an die AfD
Über diese Frau diskutiert Deutschland täglich: AfD-Vorsitzende Frauke Petry bei einer Pressekonferenz in Berlin. Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Gladbeck.   Bis April will die Alternative für Deutschland in Gladbeck einen eigenen Stadtverband gründen. Was sagen die beiden Volksparteien dazu?

11 Prozent in Baden-Württemberg, 9 Prozent in Rheinland-Pfalz und sogar 15 Prozent in Sachsen-Anhalt – das sind die aktuellen Umfragewerte der Forschungsgruppe Wahlen für die AfD in diesen drei Bundesländern. Am 13. März sind dort die Landtagswahlen, und die Alternative für Deutschland (AfD) kann mit dem Einzug in alle drei Landesparlamente rechnen.

Wie will und wird die Gladbecker Politik mit der AfD umgehen, die bis zum April einen eigenen Stadtverband gründen will? Vor allem die beiden Volksparteien SPD und CDU stehen unter immensem Druck, ihre Stimmenanteile zu behaupten. Sie beziehen mit Blick auf die lokale Politik eine klare Position: Sie lehnen jede Zusammenarbeit mit der AfD strikt ab.

„Wir in Gladbeck haben keinen Bedarf und keinen Platz für eine solche verfassungsfeindliche Partei“, erklärt SPD-Stadtverbandschef Jens Bennarend auf Anfrage der WAZ. Rechtsradikale, Rassisten und Faschisten hätten sich schon in der Vergangenheit auf keine große Anhängerschaft in der lokalen Bevölkerung stützen können, so der Gladbecker SPD-Chef.

SPD-Chef Jens Bennarend. Foto: Lutz von Staegmann

SPD-Chef: „Die AfD stellt verbriefte Rechte in Frage“

Bei der AfD, so Bennarend weiter, handele es sich keineswegs um eine Alternative für Deutschland, es sei denn, die „Alternative“ bestünde in einem Aufgeben der Werte und Ideale des Grundgesetzes. Verbriefte Rechte wie die unverletzliche Würde des Menschen und das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit würden aktuell von der Spitze der AfD durch die Forderung eines Schießbefehls an der deutschen Grenze mehr als nur in Frage gestellt, so der SPD-Chef, der damit auf die jüngsten Äußerungen von AfD-Chefin Frauke Petry im Interview mit dem „Mannheimer Morgen“ anspielt . Bennarend hält es deshalb auch für sinnvoll, die AfD vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen .

CDU-Spitze: „Die AfD setzt auf populistische Thesen“

Ganz ähnlich argumentiert die CDU in Gladbeck: Die jüngsten Äußerungen der AfD-Spitze hinsichtlich eines Schießbefehls an der Grenze „zeigen die Gesinnung dieser Partei noch einmal besonders deutlich“, erklären CDU-Stadtverbandschef Dietmar Drosdzol und Fraktionschef Peter Rademacher.

CDU-Chef Dietmar Drosdzol. Foto: Oliver Mengedoht

„Die CDU Gladbeck sieht keinerlei Basis für eine wie immer geartete Zusammenarbeit mit der AfD. Die AfD ist ein politischer Gegner, der mit allen zur Verfügung stehenden politischen Mitteln bekämpft wird. Auch in Gladbeck“, formuliert die Union.

Die CDU erteilt zugleich allen „populistischen Thesen“ der AfD eine klare Absage. Schon in der Eurokrise habe die Partei ihre vermeintlich einfachen „Wahrheiten“ verkündet, das versuche sie nun auch wieder in der Flüchtlingskrise. „Die Wirklichkeit ist jedoch weitaus komplexer“, so die CDU.

AfD-Mitinitiator Klaus Kurzeja weist Extremismus-Vorwurf strikt zurück

Auf Anfrage der WAZ wies der Gladbecker Klaus Kurzeja, der zu den Mitinitiatoren der lokalen AfD zählt , jeden Extremismus-Vorwurf an die Adresse seiner Partei am Mittwoch strikt zurück. Davon könne keine Rede sein. Der AfD gehe es darum, Antworten auf die aktuellen Herausforderungen zu finden.

Der AfD-Stadtverband Gladbeck, so Kurzeja weiter, werde nach seiner Gründung lokale Themen aufgreifen (Beispiele: keine A 52/pro Heege; Natur- und Anwohnerschutz bei der Windenergie, Politik pro Familien). Einzelnen Mitgliedern des künftigen Stadtverbandsvorstandes sollen solche Themengebiete persönlich zugeordnet werden.

Michael Bresgott

Kommentare
08.02.2016
14:06
Klare Absage von CDU und SPD in Gladbeck an die AfD
von Zungenkuss | #10

[Off Topic]

Funktionen
Fotos und Videos
Wie im Kalten Krieg
Bildgalerie
Alter Hochbunker
DKP-Kundgebung mit Grup Yorum in Gladbeck verläuft friedlich
Bildgalerie
Kundgebung
ELE-Olympiade
Bildgalerie
Stadion Wittringen
Faszinierende Besichtigung
Bildgalerie
Funke-Druckhaus
article
11523549
Klare Absage von CDU und SPD in Gladbeck an die AfD
Klare Absage von CDU und SPD in Gladbeck an die AfD
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/gladbeck/klare-absage-von-cdu-und-spd-in-gladbeck-an-die-afd-id11523549.html
2016-02-03 15:08
Gladbeck