„Kilometerfresser“ aus Gladbeck gehen auf Stadtradeltour

Die „Kilometerfresser“ Dagmar Nickel (li.) und Manuela Böhmer mit Klimaschutzmanagerin Katrin Knur (re.).
Die „Kilometerfresser“ Dagmar Nickel (li.) und Manuela Böhmer mit Klimaschutzmanagerin Katrin Knur (re.).
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
Zum Leben im Revier gehört seit 2013 das jährliche Stadtradeln in Gladbeck, das städteübergreifend auf das Fahrrad als Fortbewegungsmittel setzt.

Gladbeck..  Beim Stadtradeln 2015 sind die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich aktiv zu beteiligen und ihre gefahrenen Kilometer Tag für Tag in das offizielle Internet-Register einzutragen. In vorbildlicher Weise erledigen das die „Kilometerfresser“ - eine muntere Gruppe von Familien, Freunden und Bekannten, die in Butendorf ihren Ursprung hat.

Die WAZ traf die „Kilometerfresser“ am Donnerstag an der sonnenüberfluteten Straße „Moltkesiedlung“. Vier Radler gründeten die Truppe: Manuela und Guido Böhmer sowie Dagmar und Rainer Nickel. Und schnell fanden sich weitere Mitstreiter, die dabei sein wollten. Die Kinder Lena und Niklas Böhmer zum Beispiel, oder auch Sohn Marius Nickel und Klaus Schünemann, der Vater von Dagmar Nickel.

Mittlerweile ist die Gruppe stark angewachsen - 20 Leute sind schon dabei. Auch die Familien Koslowski und Preute gehören inzwischen dazu; Familie Schmidtobreick will sich ebenfalls anmelden. Die „Kilometerfresser“ freuen sich also über jede Menge Zuwachs, was zeigt, dass die Gladbecker gern auf dem Fahrrad unterwegs sind.

2013 entstand die Radeltruppe, die seitdem regelmäßig in der Region präsent ist und das Fahrrad auch im Alltag im Gladbecker Stadtgebiet für Einkaufstouren und Erledigungen einsetzt.

Im August 2014 den gesamten Ruhrtalweg absolviert

„Wir haben schon viele schöne Radtouren in unserem Team gemacht“, erzählt Dagmar Nickel. Zu den Höhepunkten dieses Programms gehörte eine Fahrt auf dem Ruhrtalweg von Winterberg bis zur Mündung in den Rhein bei Duisburg. Im August 2014 war das. „Wir sind damals keineswegs nach Gladbeck abgebogen, als wir die Ruhr bei Essen erreicht hatten, sondern haben die gesamte Ruhrtal-Strecke bis Duisburg absolviert“, unterstreicht Dagmar Nickel. Ja, sie haben eben jede Menge Kondition, die „Kilometerfresser“ aus Gladbeck.

Die Stadtradeln-Aktion, zu der sie sich jetzt erstmals offiziell angemeldet haben, finden sie gut. Das motiviere die Leute, vermehrt aufs Fahrrad umzusteigen, betonen Dagmar Nickel und Manuela Böhmer. Im August wollen sie mit ihrer Truppe den Rhein-Radweg zwischen Mannheim und Koblenz in Angriff nehmen. Neue Ziele müssen schließlich sein. Vom Sattel aus kann man Land und Leute besonders gut erkunden.

„Ich finde es klasse, wie die ,Kilometerfresser’ den Gedanken des Stadtradelns aktiv umsetzen“, sagt Klimaschutzmanagerin Katrin Knur, die jetzt Tag für Tag ein Auge auf die Gladbecker Einträge beim Stadtradeln wirft. Am Donnerstagmittag hatten die „Kilometerfresser“ bereits 1049 Kilometer absolviert. Tendenz: steigend.