Keine weiteren Maßnahmen für die Phönixstraße

Schon seit längerem gibt es Proteste der Anwohner der Phönixstraße - hier vor einem Jahr.
Schon seit längerem gibt es Proteste der Anwohner der Phönixstraße - hier vor einem Jahr.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Anwohner klagen erneut über „Raserei“. Für die Stadt ist die Situation allerdings „völlig unauffällig“. Bauliche Veränderungen werden abgelehnt.

Gladbeck..  Auf der Phönixstraße wird es keine weiteren Maßnahmen der Stadt zur Verkehrsberuhigung geben, insbesondere sieht der neue Planungsamtsleiter, Dr. Volker Kreuzer, keine Möglichkeit für bauliche Veränderungen. „Es besteht kein weiterer Handlungsbedarf in der Phönixstraße“, schreibt Kreuzer in einem Brief an die Anlieger.

Anwohner Rolf Koch hatte sich zuvor in einem offenen Brief an Bürgermeister Ulrich Roland gewandt und auch in der Bürgermeistersprechstunde den Kontakt zur Stadtverwaltung gesucht und weitere Maßnahmen zur Entschärfung der Verkehrssituation auf der Phönixstraße gefordert. Die Anwohner seien in „tiefer Sorge“, so Koch, in den letzten „drei bis vier Jahren sind auf unserer Straße fünf Unfälle mit Personenschäden und etwa neun weitere Unfälle mit zum Teil großen Sachschäden passiert“. Koch bittet um „Änderung des nicht mehr hinnehmbaren Zustandes der Raserei auf der oberen Phönixstraße“. Trotz der Temporeduzierung auf 40 km/h und Verkehrskontrollen durchs Ordnungsamt „wird immer weiter gerast“, besonders in den Abendstunden.

Die Forderungen der Phönixstraßen-Bewohner ist nicht neu: Bereits im Sommer 2013 war das Tempo nach Bürgerprostesten auf 40 km/h gesenkt worden, im vergangenen Jahr führte die Stadt nach erneuten Beschwerden der Anlieger „umfangreiche Messungen“ durch, auch der Planungsausschuss beschäftigte sich mit dem Thema. Doch die Ergebnisse (siehe Kasten) ergaben keinen weiteren Handlungsbedarf. Dennoch bat Bürgermeister Roland, wie er Anwohner Rolf Koch in einem Antwortbrief schrieb, um erneute Prüfung durch das Planungsamt.

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Das habe, so schreibt nun der neue Amtsleiter Kreuzer, unter Beteiligung verschiedener Fachdienststellen die seit August 2014 vorliegenden Mess- und Zählergebnisse noch einmal geprüft und ausgewertet. „Allerdings kommt auch die abermalige Prüfung zu dem Ergebnis, dass in der Phönixstraße in Bezug auf die allgemeine Verkehrssicherheit kein weiterer Handlungsbedarf besteht.“ Er versichert den Anwohnern, dass die Verwaltung die geäußerten Sorgen aus der Phönixstraße „sehr ernst“ nehme, das zeigten allein schon die Maßnahmen und Untersuchungen der vergangenen Monate.

Allerdings hätten die neuerlichen Prüfungen ergeben, dass die Phönixstraße in Sachen Geschwindigkeitsniveau, allgemeine Verkehrsbelastung, Schwerverkehrsanteil und Unfallgeschehen „völlig unauffällig“ sei. Die Verwaltung sehe daher keine Möglichkeiten, insbesondere bauliche Veränderungen durchzuführen.