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Zur Zoomansicht 27.05.2008 | 15:02 Uhr
Berufsinfobörse in der Stadthalle Foto: Ulla Michels
Berufsinfobörse in der Stadthalle Foto: Ulla Michels

Viele praktische Übungen warteten auf die Schülerinnen und Schüler, die gestern zur 24. Berufsinformationsbörse in die mathias-Jakobs-Stadthalle kamen.

Ein steter Strom von Schülern schob sich sich am Dienstag durch die Mathias-Jakobs-Stadthalle. Gut tausend waren es am Ende der inzwischen 24. Berufsinformationsbörse für Schulabgänger/innen, organisiert und veranstaltet von der Stadtsparkasse und vom städtischen Amt für Familie, Jugend und Soziales.

Dem Schulalter längst entwachsen ist Franz-Josef Ernst (57), der trotzdem von dieser Veranstaltung überzeugt ist. Der Immobilienkaufmann bildet selbst aus, aber an diesem Tag ist er wegen seines Enkels hier. Der 16-Jährige besucht die Anne-Frank-Realschule und sein Opa hat ihm dringend geraten, doch hinzugehen zur Börse, weil er das für wichtig hält. „Ich hab' ihm gesagt, er soll sich notfalls einen Tag frei von der Schule nehmen, aber dann stellte sich heraus, dass die Schule ohnehin dabei ist.”

Es gab eine Menge zu sehen, zu hören und auch auszuprobieren für die jungen Leute, die längst nicht mehr nur aus Gladbeck kommen. Auch in Gelsenkirchen beispielsweise hat sich herumgesprochen, dass es eine solche Börse in Gladbeck gibt.

Und auch die Ansprechpartner auf der anderen Seite des Tisches kommen nicht nur von Unternehmen, Organisationen, Ämtern am Ort. An 43 Ständen gab es (vielleicht einmal entscheidende) Informationen zu den verschiedensten Berufen aus Industrie, Handel, Dienstleistung, Handwerk, Öffentlichem Dienst und Schulen wie z.B. dem Gladbecker Berufskolleg oder der Johannes-Kessels-Akademie.

Ganz in Weiß stehen Schüler/innen der PTA-Lehranstalt Gelsenkirchen parat, um ihren interessierten Gegenüber ganz praktisch zu zeigen, wie Arzneimittel hergestellt, wie Tees gemischt werden. „Und gerade frisch gemacht können sich die Schüler auch ein Beutelchen Pfefferminzpastillen mitnehmen”, so Apothekerin Anne-Kathrin Kläsener.

Das Team Gladbeck der Berufsorientierungsarbeit des Kolping-Bezirksverbandes lässt Elektrokabel verbinden, eine Hausklingelanlage stecken oder auch eine Wasserleitung zusammenbauen. Referent Siegmund Andres und seine Mitstreiter haben gut zu tun an diesem Vormittag.

Auszubildende des Essener Elisabeth-Krankenhauses haben Labor- und Radiologie-Utensilien aufgebaut, um zu zeigen, welche Aufgaben auf Berufsinteressierte warten. „Wir sind so etwas wie ein Zwischenstück zwischen Technik und Patienten”, meint Anna Brol, Auszubildende zur medizinisch-technischen Radiologieassistentin.

Erstmals dabei ist das Gladbecker Ausbildungscoaching mit dem noch jungen Anstoß-Projekt. „Eine gute Gelegenheit, um mit den Schülern ins Gespräch zu kommen”, sagt Anja Venhoff, die sich über Mangel an Interesse nicht beklagen kann. „Eine Gelegenheit auch, um das Projekt weiter ins Rollen zu bringen.”

Natürlich ist auch die Sparkasse als Veranstalter dabei. Außer reichlich Informationen gibt's hier u.a. Gutscheine für Bewerbungsmappen und einen Berufsparcours. „Die Schülerinnen und Schüler dürfen danach Noten von eins bis sechs vergeben für die 19 Stände, die praktische Dinge vorführen”, erklärt Annabelle van Essen, die sich ins Getümmel stürzen durfte.

Und dafür, dass alles doch recht reibungslos ablief, dafür hat Peter Hotze gesorgt, Organisator der Börse und bei der Stadt für die Jugendberufshilfe zuständig. „Im zweiten Jahr empfangen wir jetzt die Schülerinnen und Schüler klassenweise”, sagt er. „Das klappt wesentlich besser als vorher; da gab es doch schon mal ein ziemliches Gewusel.”

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