KAB-Mitglieder gedachten des 70. Todestags von Nikolaus Groß

Mitglieder der KAB aus den Stadtverbänden Gladbeck und Bottrop gedachten in der Berliner Gedenkstätte Plötzensee des 70. Todestages von Nikolaus Groß. Die Besucher legten in der Hinrichtungsstätte ein Blumengesteck nieder. Der ehemalige Stadtverbandspräses der KAB Gladbeck, Clemens Bombeck, würdigte in einer Gedenkfeier Leben und Haltung des 2001 seliggesprochenen Nikolaus Groß.

Der Vater von sieben Kindern arbeitete zunächst als Bergmann unter Tage. Später übernahm Groß die Schriftleitung der Westdeutschen Arbeiter-Zeitung, später „Ketteler Wacht“, das Verbandsorgan der KAB. „Sein vorbehaltsloses soziales Engagement und seine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus waren getragen von einem tiefen Glauben und einem unerschütterlichen Gottvertrauen“, so die KAB. Zitat: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!“ Wegen seiner Kontakte zu Widerstandskreisen wurde er 1944 ins Konzentrationslager Ravensbrück und später in die Strafanstalt Berlin-Tegel eingeliefert. Nach einem Prozess vor dem Volksgerichtshof wurde er am 23. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Am 17. Juni 1988 gab der damalige Bischof von Essen, Franz Kardinal Hengsbach, die Einleitung des Seligsprechungsprozesses für Nikolaus Groß bekannt. In einem feierlichen Gottesdienst auf dem Petersplatz in Rom hat Papst Johannes Paul II. am 7. Oktober 2001 den Redakteur der KAB- Zeitung, Widerstandskämpfer und Märtyrer seliggesprochen.