Junge Forscher des Heisenberg-Gymnasiums ganz groß

Sieger beim Forscherforum am Heisenberg (v.l.):  Katharina, Johanna, Letizia, Miriam, Lena, Nick und Luca.
Sieger beim Forscherforum am Heisenberg (v.l.): Katharina, Johanna, Letizia, Miriam, Lena, Nick und Luca.
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
Am Heisenberg-Gymnasium Gladbeck wurden Schüler der Unterstufe mit einem Gewinnwettbewerb erneut an das wissenschaftliche Arbeiten herangeführt.

Gladbeck..  Goethe sagte einst: „Das schönste Glück des denkenden Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche zu verehren.“ Ran also ans wissenschaftliche Glück: Das Heisenberger-Forschungsforum kürte jüngst die Stufensieger. Die Gewinner der siebten Klassen standen großen Forschernaturen in nichts nach. Die WAZ stellt die drei Siegerprojekte vor:

1 Liebe auf den ersten Blick: Gibt es sie wirklich? Dieser Frage gingen Miriam Brenke (13) und Lena Nerka (13) nach. Wie kamen sie zu ihrem Erkenntnisinteresse? „Wir haben uns gefragt, worauf die Menschen achten, wenn sie sich das erste Mal treffen“, erklärt Miriam. Also ging es ab in die Innenstadt. Ausgerüstet mit Stift und Fragebogen sprach das Forscherduo mit über 50 Probanden in der Fußgängerzone über das Thema. „Manche waren genervt, andere nahmen sich Zeit. Viele waren interessiert“, so Lena. Zusätzlich gab es Aufsätze, Dokumentationen und Studien zur Recherche. Das Resultat? „Liebe auf den ersten Blick gibt es nicht. Da sind wir uns mit der Wissenschaft einig“, sagte die 13-jährige Lena. Doch woher kommt der Mythos nun? „Es ist beim ersten Blick eher ein Verknallt-sein. Die Menschen glauben daran und so kann sich die große Liebe entwickeln“, erklärte die 13-jährige Miriam.

2 Beeinträchtigt Musik die Konzentrationsfähigkeit bei den Hausaufgaben? Welche Mutter, welcher Vater kennt es nicht? Der Nachwuchs kommt nach Hause, knallt die Tür zu und die Musik wird aufgedreht. Hausaufgaben bei ohrenbetäubender Lautstärke? Kein Problem! Für Eltern unvorstellbar. Genau das erlebten Luca Brockmann (13) und Nick Schnieder (13) in den eigenen vier Wänden. Zeit, es Mama und Papa zu zeigen. Das Duo erstellte Kopfrechen-Aufgaben mit verschiedenem Schwierigkeitsgraden. 102 Aufgaben ließen sie von Fünftklässlern durchrechnen –bei Stille und Musik. Ihr Fazit: „Musik lenkt nicht ab, sondern steigert die Konzentration“, bilanzierte Luca. „Vor allem der Lieblingssong kann einen zur Höchstleistung treiben“, schwärmte der 13-Jährige nun seiner Mama vor.

3 Nike gegen Adidas – so lautete das Projekt von Letizia Hoffmann (13), Katharina Leibold (13), Johanna Hilgers (13) und Jasmina Morser (13). Das sportliche Quartett unterzog den Lauf- und Hallenschuhen der großen Sportausrüstern einen Qualitäts- und Gesundheitstest. Gemeinsam wurden wissenschaftliche Expertisen bei einem Sportchirurgen sowie einem Krankengymnastik-Übungsleiter eingeholt. „Ganz gleich, welcher Hersteller: Biegbare Sohlen sind nicht gut“, weiß Jasmina nun. „Das geht auf die Gelenke und auch auf den Rücken beim dauerhaften Tragen. Gerade beim Joggen ist eine feste Sohle besser“, so Katharina. In eigenen Tests mit verschiedenen Materialen simulierten die Vier etwa wie Gelenke und Körper auf verschiedene Schuhe reagieren. Dem Quartett passierte mit seiner Fragestellung letztlich jedoch wohl das, was in der Wissenschaft zwar völlig normal, meist aber doch unbefriedigend, ist. „Es kommt immer auf den Sport und den Fuß an“, lautete Letizias abschließende Antwort.