Das aktuelle Wetter Gladbeck 16°C
Umweltzone

Jetzt wird geklebt

02.01.2013 | 18:04 Uhr
Jetzt wird geklebt
Jetzt wird geklebt: Die rote Plakette muss verschwinden. . .Foto: Dirk Bauer

Gladbeck. Der bürokratisch-technische Aufwand, der mit der neuen Umweltzone Ruhr verbunden ist, wird immer wieder von WAZ-Lesern heftig kritisiert - doch jetzt kommt’s noch besser: In den nächsten Tagen sind über 100 Umweltzone-Schilder in Gladbeck umzurüsten.

Die roten Aufkleber auf den Hinweistafeln sind jeweils abzukleben, da ja seit 1. Januar 2013 nur noch Fahrzeuge mit grüner und gelber Plakette freie Einfahrt in die Umweltzone haben. In einigen Teilen der Region, zum Beispiel in Essen, wurde das Klebe-Großprojekt bereits in den letzten Tagen des Jahres 2012 in Angriff genommen, in Gladbeck präsentierten sich die Umweltzone-Schilder am Morgen des 1. Januar 2013 aber noch auf dem alten Stand (mit freier Fahrt für alle drei Plaketten-Farben).

Das soll sich nun überall zügig ändern, damit die Hinweistafeln auch den gesetzlichen Vorgaben des Jahres 2013 entsprechen. Und diese Vorgaben sind keineswegs reine Theorie: Bei Verstößen gegen die Umweltzone drohen ein 40-Euro-Bußgeld und ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Die Gladbecker sind insofern besonders betroffen, da nördliche Teile des Stadtgebiets nicht zur Umweltzone gehören, südlicher gelegene dagegen schon: Alles, was südlich der Linie Konrad-Adenauer-Allee, Sandstraße (mit Europabrücke) und Hegestraße liegt, zählt zur neuen Umweltzone Ruhr. Wer also eine rote Plakette an der Windschutzscheibe hat, muss jetzt gerade im Gladbecker Stadtgebiet besonders aufpassen.

Doch wird die Einhaltung der Umweltzone überhaupt kontrolliert? Und was gilt für Autos aus dem Ausland? In Gladbeck gebe es ja eher weniger Touristen, sagt Thomas Wedke vom Gladbecker Ordnungsamt. Wenn nun aber die Tante aus Frankreich anreist, mit dem Auto, ohne Plakette? Man müsse ja nicht jeden Verstoß zwangsläufig ahnden, sagt er. „Im Einzelfall kann man sicherlich etwas großzügiger entscheiden.“

Die Polizei im Kreis Recklinghausen plant übrigens keine großangelegten Plaketten-Kontroll-Aktionen. Aber sicherlich würden die Kollegen bei allgemeinen Verkehrskontrollen auch verstärkt auf die Umweltplaketten achten, sagt Polizeisprecherin Ramona Hörst.

Michael Bresgott / Nina Estermann


Kommentare
04.01.2013
07:33
Jetzt wird geklebt
von ichliebekoenigsblau | #9

von PvanD | #6
" Wenn ich im Ausland arbeite,
bin ich kein Tourist,
dann haben mich die dortigen gesetzlichen Regelungen schon zu interessieren.

Gleiches gilt auch für Berufskraftfahrer.

Beide m ü s s e n mit entsprechenden Sanktionen rechnen, werden sie kontrolliert ! !

Also bitte, Ernst nehmen diese Verordnung !

Aber,solange es noch Schilder m i t allen drei Aufklebern gibt ist es Nicht gefährlich !

Ab Ende diesen Monats - kostet - die Ordnungswidrigkeit 40 Euro
UND nen Punkt in Flensburg.

Vielleicht mal beim Ordnungsamt in Gladbeck,kurzfristig, nachfragen ?? !
aber muss Piet das Risiko tragen ?? Und andere evtl. auch ! ;-))


03.01.2013
20:17
Jetzt wird geklebt
von GLADBECKVORNE | #8

Auch in niederländischen Städten gibt es Umweltzonen, gültig derzeit allerdings nur für LKW. Diese brauchen keine Plakette am KFZ, die Schadstoffgruppe kann aber über das amtliche KFZ-Kennzeichen ermittelt werden.

Ansonsten können natürlich auch ausländische Fahrzeuge die deutsche Plakette bekommen, wenn sie die Schadstoffgrenzwerte einhalten - wo ist das Problem? Ein kurzer Besuch im städtischen Ordnungsamt hilft weiter. Ist mit Sicherheit billiger als ein Knöllchen!

03.01.2013
11:46
Jetzt wird geklebt
von klara930 | #7

Hallo Peeter

Ich würde sagen, wo kein Kläger da kein Richter.

Also gute Fahrt.

03.01.2013
11:32
Jetzt wird geklebt oder auch nicht
von PvanD | #6

Hallo,
hier meine Komment.
Als Niederländer arbeite ich 3 Tage die Woche in Gladbeck und wir bekommen LKW aus Belgie und Neederland, die haben keine Plakette!
Werden die nun gestraft?
Was ist mit meine Audi - hat auch keins, darf ich nu in die city zum essen oder nicht?

Etwas kompliziert oder?

Mit Grinsen in die Gesicht,
Peeter

03.01.2013
08:41
Jetzt wird geklebt
von ichliebekoenigsblau | #5


aber wir können überall und WIEDERHOLEND lesen

e s m u s s gespart werden !!!

wie glaubwürdig ist Politik überhaupt noch; vor allem - aus Brüssel -??

02.01.2013
19:56
Jetzt wird geklebt
von klara930 | #4

Mit den Schildern ist es wie immer, erst Anschaffen und Aufstellen, dann Überkleben ??

Die Schilder stehen jetzt ein Jahr, ups, jetzt für die Ewigkeit Überkleben!!

Das kann nur von Bürokraten ausgedacht sein !!

Die Schilder hätten von Hause aus mit Aufklebern in Rot und Gelb ausgerüstet werden sollen, so hätte man jetzt die Roten entfernt, und ende des Jahres die Gelben.

Nein, nun werden in gleichmäßigen Abständen die Rote und Gelben Plaketten überklebt, nicht zu fassen !!

Da wiehert der Amtsschimmel aber wieder kräftig !!

2 Antworten
Jetzt wird geklebt
von Peule | #4-1

Die Schilder hätten von Hause aus mit Aufklebern in Rot und Gelb ausgerüstet werden sollen
Ob man jetzt etwas abklebt oder überklebt. Wo ist denn da bitte der gravierende Unterschied?
Machen Sie auch so eine Szene, wenn Sie ausversehen die Obere statt der unteren Hälfte Ihres Brötchens beschmieren und belegen, bevor Sie beide Hälften vereinigen um diese zu essen?

Jetzt wird geklebt
von klara930 | #4-2

Hallo Peule

Die Antwort ist einfach.

Erstens würden die Aufkleber nur über einen kurzen Zeitraum gebraucht, und das Entfernen der Aufkleber wäre eine einmalige Sache.

Und in der Anschaffung ist ein Verkehrsschild immer Kostengünstiger je weniger Symbole vorhanden sind.

Und zum guten Schluß werden die Aufkleber mit Sicherheit nicht ewig halten.

02.01.2013
19:19
Eurokratie pur!
von RolfSchlaegel | #3

Hallo Königsblauer,
das ist in seinen schlimmen Auswüchsen vor allem auf dem Mist der Eurokratie gewachsen.
Auf so was muss man erst einmal kommen: Auf den Straßen, auf denen die meisten Autos und die dreckigsten LKW unterwegs sind (A 2, A 31, B 224) gilt die Umweltzone nicht. Das könnte ja den freien Warenverkehr aus Polen und der Ukraine behindern ...
Aber von Zweckel nach Brauck darf man nicht mehr fahren, daran könnte die Umwelt ja Schaden nehmen. Von Zweckel nach Rentfort ginge aber ...
Um mit den Worten eines großen Europäers zu sprechen: Die spinnen, die Eurokraten!

1 Antwort
Jetzt wird geklebt
von Peule | #3-1

Bei der Feinstaubbelastung geht es eher um Anwohner- als um Umweltschutz.
Der größte Spritverbrauch entsteht beim Anfahren, was automatisch zur Folge hat, dass dabei auch die größte Menge an Schadstoffen entsteht. Auf der Autobahn hingegen beschleunigt man eher seltener und bei der B224 handelt es sich Dank seiner Ampeln um einen Grenzfall zwischen beider Extrema.
Das könnte ja den freien Warenverkehr aus Polen und der Ukraine behindern
Wirklich schön zu lesen, welchen latenten Rassismus Sie an den Tag legen.
1.) Sehe ich auf unseren Straßen keine LKW von Tatra (mit Ostblocknummernschild), die man an einer Rauchfahne ähnlich einer Dampflokomotvie erkennt.
2.) In meinen Augen kann man den Anteil der LKW aus PL und UA als gering und damit relativ irrelevant einstufen.
3.) Bedenken Sie bitte, mit was für alten Kalibern so einige Gladbecker Containerdienste durch die Stadt streifen.

02.01.2013
19:18
Jetzt wird geklebt
von GLADBECKVORNE | #2

Der bürokratische Aufwand hält sich doch sehr in Grenzen. Das Überkleben der Schilder- das vor vorne herein vorgesehen war - ist doch billiger als die Neuanschaffung von Schildern.

Im übrigen - alles beruht auf einer gesetzlichen Grundlage der EU aus dem Jahre 1996 und anschließend auf bundesdeutschem Recht. Wer ist denn jetzt noch überrascht?

Und - Feinstaub führt zu einer Lebenszeitverkürzung von etwa 8 Monaten. Wenn man das in Kauf nehmen möchte....!? Hier empfehle ich einmal auf die Homepage des Landesumweltamtes in Essen zu gehen und sich die dortigen Informationen durch zu lesen (www.lanuv.nrw.de).

Was wäre denn, wenn nichts gemacht würde? Jede Klage eines Bürgers auf bessere Luft hat sofort Aussicht auf Erfolg - das wurde schon höchstgerichtlich entschieden. Dann kommen wir evtl. an Straßensperrungen nicht vorbei.

02.01.2013
18:18
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Aus dem Ressort
Um den Bus ist eine politische Diskussion entbrannt
Bücherbus
Nachdem die CDU Fragen zu Reparaturkosten und Klimaschutz gestellt hat, antwortet Bürgermeister Ulrich Roland. Sein Fazit: Der Bus wird so lange fahren, wie er es kann. Die DKP erinnert, dass der Bus als Einsparpotenzial im Rahmen der Haushaltsanierung genannt wurde und die SPD einen Beschluss dazu...
Tierischer Osterbesuch im Gladbecker Lukaskindergarten
Tiere
Kleine Kaninchen und diverse Küken waren für einige Tage im Familienzentrum Lukaskindergarten in Gladbeck-Butendorf zu Gast. Beim Füttern und Saubermachen mussten die Kinder auch gleich richtig mit anpacken – beim Streicheln hingegen mussten sie ganz vorsichtig sein.
Andächtiger Karfreitagsgottesdienst in Christuskirche Gladbeck
Konzert
Kantorei, Kammerorchester und Solist Michael Dahmen (Bass) gestalteten den Karfreitagsgottesdienst in der Gladbecker Christuskirche mit ausgewählten Stücken von Johann Sebastian Bach. Solist Michael Dahmen begeisterte die Gemeinde mit seiner warmen, sonoren Stimme.
Mann erbeutet Hunderte Schmuckstücke - Polizei sucht Opfer
Diebstahl
Mehr als 300 Schmuckstücke hat ein 51-jähriger Gelsenkirchener bei Wohnungseinbrüchen gestohlen. Neben Ketten, Ringen und Armbanduhren ließ der Mann auch Kameras und Werkzeuge mitgehen. Das Diebesgut stammt wohl aus Gelsenkirchen und aus Nachbarstädten. Die Polizei sucht nun nach den Geschädigten.
ZDF drehte Vermisstenfall Pierre P. für Aktenzeichen XY nach
Vermisstenfall
Seit dem 17. September 2013 fehlt von dem geistig behinderten Pierre P. jede Spur. Die „Aktenzeichen XY“-Sondersendung „Wo ist mein Kind?“ greift den erschütternden Kriminalfall am 21. Mai auf. Ein Team drehte für die Sendung eine Woche lang in Essen – und hofft auf neue Hinweise.
Fotos und Videos
Gestohlener Schmuck
Bildgalerie
Diebesgut
15. Gladbecker Ostermarkt
Bildgalerie
Ostermarkt
Gerald Asamoah ist Pate von Anti-Rassismus-Projekt
Bildgalerie
„Schule ohne Rassismus -...