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Ausbau A 52

Jetzt soll Ramsauer nach Gladbeck kommen

13.11.2009 | 17:53 Uhr

Gladbeck. Die Äußerungen des neuen Bundesverkehrsministers zum Nachholbedarf der westdeutschen Verkehrsinfrastruktur nimmt Bürgermeister Roland zum Anlass, ihn nach Gladbeck einzuladen

„Es gibt Nachholbedarf bei der Verkehrsinfrastruktur in den alten Bundesländern”. Ob der Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer bei dieser Aussage den Ausbau der B 224/A52 in Gladbeck vor Augen hatte? Vermutlich nicht. Aber dass es diesen Nachholbedarf nicht durch „die bisher geplante Billiglösung auf Kosten der Gladbecker Bevölkerung geben darf”, das will Bürgermeister Ulrich Roland dem Minister aus Bayern nun gern persönlich vermitteln und lädt ihn nach Gladbeck ein. „Was in den neuen Bundesländern Standard ist, sollte auch hier möglich sein”, so Roland.

Die übrigen Nachrichten aus Berlin zum Thema A 52 sind allerdings weniger positiv. Nach wie vor werden die Forderungen aus Gladbeck. u. a. nach einem Tunnel vom Autobahnkreuz bis zur Erlenstraße, als zu weitreichend gesehen. Staatssekretär Achim Großmann fordert in einem Schreiben von Bürgermeister Roland die Rücknahme der dazu gefassten Ratsbeschlüsse vom 14. Mai und 24. September. Sie würden, so der inzwischen allerdings abgelöste Staatssekretär, den Konsens zwischen Bund und Stadt erheblich erschweren.

Zur Erinnerung: Bund und Land haben zuletzt den Bau eines 1,1 km langen Tunnels vom Freibad Wittringen bis zur Landstraße angeboten. „Das reicht aber nicht aus”, betont der Bürgermeister. Gefordert wird nach wie vor ein Tunnel vom Autobahnkreuz A 2 bis zur Erlenstraße. Dazu ein weniger dominantes Autobahnkreuz (Unterflieger), direkte Anbindung des Gewerbeparks Brauck und ein stadtverträgliches Baukonzept.

Zurück gewiesen wird vom Bürgermeister auch, dass, wie der Staatssekretär behauptet, „die geforderte Tunnelführung der A 52 in Gladbeck den gesetzlichen Grundlagen zur Finanzierung und Bau der Bundesfernstraßen entgegen stehen”. Dies sei bisher vom Ministerium nicht so gesagt worden.

Im übrigen erhofft sich Roland viel Unterstützung für die Gladbecker Forderungen in der Region. So zumindest ist seine Erwartung an die Bürgermeisterkonferenz des Kreises Recklinghausen, die am kommenden Dienstag in Wittringen tagt und sich über die Situation informieren wird. Auch die Oberbürgermeisterrunde des Ruhrgebietes tagt zwei Tage später in Wittringen. Die A 52 ist dann ebenfalls Thema.

Maria Lüning

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