Januar 2017: Einordnung in Pflegegrade

Was wird sich ab dem Jahr 2017 für Pflegebedürftige ändern? Pflegeberater Markus Siegmann von der Kranken- und Pflegekasse Knappschaft erklärt die wesentlichen Änderungen, die das neue Gesetz zum Jahreswechsel mit sich bringen wird.

Versicherte, die bereits einer Pflegestufe zugeordnet worden seien oder die zum Kreis der Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz gehören, werden automatisch in das neue System übergeleitet. Es müsse kein Antrag gestellt werden, auch eine erneute Begutachtung werde nicht durchgeführt.

Personen mit körperlichen Einschränkungen werden dabei von einer Pflegestufe in den nächsthöheren Pflegegrad übergeleitet. Für Personen, bei denen eine eingeschränkte Alltagskompetenz festgestellt wurde – das ist überwiegend bei einer Demenzerkrankung der Fall – erfolgt die Überleitung in den übernächsten Pflegegrad.

Leistungen fallen vielfach höher aus

Niemand wird durch die Reform schlechter gestellt, versichert Markus Siegmann. „Vielfach werden die Leistungen ab 2017 sogar höher ausfallen als im Jahr 2016“, betont der Pflegeberater der Knappschaft.