Infobörse rund ums Älterwerden

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Was wir bereits wissen
Alle zwei Jahre findet in der Mathias-Jakobs-Stadthalle eine Seniorenmesse für ältere Mitbürger statt. Am 22. April 2015 ist es von 10 bis 15 Uhr wieder soweit.

Gladbeck..  Seit langem eine feste Einrichtung ist die Seniorenmesse „Älter werden in Gladbeck“. Am Mittwoch, 22. April, findet die Infobörse für ältere Mitmenschen wieder in der Mathias-Jakobs-Stadthalle an der Friedrichstraße 53 statt. Von 10 bis 15 Uhr geben dann insgesamt 39 Aussteller einen Einblick in ihre Angebots- und Arbeitsbereiche.

Wir werden älter, bunter und auch weniger. Der demografische Wandel schlägt unerbittlich zu und damit werden Themen rund um das Älterwerden immer wichtiger. Alle zwei Jahre findet die Infobörse statt, ist ein wichtiger Baustein in der vielfältigen Arbeit des Seniorenbüros der Stadt Gladbeck. Vermehrt hatten Senioren die unterschiedlichen Angebote bei der städtischen Anlaufstelle nachgefragt. Also entstand die Idee, alle Anbieter anzuschreiben und um Teilnahme an einer Seniorenmesse zu bitten, erinnert Ulrich Hauska (59), Abteilungsleiter Senioren und Gesundheit, an die Anfänge der Infobörse. Das Kind wurde mit den Jahren ein voller Erfolg, viele Aussteller sind quasi Stammkunden.

Mit dabei sind beispielsweise Pflegedienste, Ernährungsberatung, Seniorenzentren, Kneipp-Verein, sämtliche Wohlfahrtsverbände wie Malteser, Johanniter, DRK, Caritas, Diakonie und Awo. Ebenfalls mit Ständen vertreten sind die Deutsche Annington, die Katholischen Klinken Emscher Lippe, Praxen für Ergotherapie und Physiotherapie, Fußpflegebetriebe, der runde Tisch Demenz, Rentenberatung, die VHS und die Sparkasse. Erstmals stehen für Gespräche und Informationen auch die evangelische Kirche, der Behindertenbeirat und die Kulturloge mit ihren Ständen zur Verfügung.

Fragebogen zur Führerscheinabgabe

Die Hütte wird auf jeden Fall brummen, ist sich Ines Grewer (31), Sachgebietsleitung Seniorenbüro, sicher. „Der Zulauf war in den letzten Jahren immer sehr groß.“ Besonders vormittags wird das Angebot stark angenommen, so Ulrich Hauska, der Gladbeck eine Vorzeigestadt in puncto Netzwerke sieht. „Wir sind da die Stadt der kurzen Wege.“ Und Grewer ergänzt: „Hier arbeiten alle miteinander und nicht gegeneinander.“ Gerade die Infobörse, die immerhin 39 Aussteller unter einem Dach vereint, sorge „für unkomplizierte Kontakte“.

Vor Ort können die Besucher zudem an vielen Aktivitäten teilnehmen. Blutdruck messen, Ausprobieren von Hilfsmitteln. Bewegungsübungen, alles ist möglich. Grewer: „Wir bieten einen Querschnitt durch alles, was Senioren interessiert.“ Mit dabei ist auch der Hospizverein, für viele ein sehr sensibles Thema, wenn nicht gar ein Tabu, weiß Grewer. „Doch solch eine Infobörse senkt die Hemmschwelle.“

Ein Gewinnspiel – gesponsert von den Ausstellern – mit vielen Preisen soll ein kleines Zückerchen für die Besucher sein. Hauska: „Da machen unsere Senioren gerne mit.“ Und es lohnt sich. Zu gewinnen gibt es Reisegutscheine, Regenschirme, gute Cremes, Frühstücke und vieles mehr. Zudem bereitet das DRK für die Mittagspause eine leckere Suppe vor. Gespannt ist der Seniorenbeirat zudem auf die eingestielte Fragebogenaktion zur „Führerscheinabgabe gegen Bus-Jahreskarte“ (die WAZ berichtete). Hauska: „Wir rechnen mit einem zügigen Ergebnis.“ Schon am 6. Mai will Hans Nimphius vom Beirat das Ergebnis beim Kreis vorstellen.