In der Stadtbücherei gibt’s bis 8. August was auf die Ohren

Kopf hinein und Geräusche testen! Auch diese Station gehört zur Ausstellung, wie Tilman Abresch zeigt.
Kopf hinein und Geräusche testen! Auch diese Station gehört zur Ausstellung, wie Tilman Abresch zeigt.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
„NRW wird leiser“ - so lautet der Titel der Präsentation. An insgesamt zehn Stationen geht es um das Thema Hören und Geräusche.

Gladbeck..  Hallo, Musikfans! In der Stadtbücherei könnt Ihr jetzt mal testen, ob Eurer iPod oder MP3-Player mit seiner Musikberieselung bei Euch für dauerhafte Hörschäden sorgt. Eine Ausstellung macht’s möglich.

Bis zum 8. August ist diese Ausstellung zu sehen. „NRW wird leiser“, lautet der Titel dieser Präsentation. An insgesamt zehn Stationen geht es um das Thema Hören und Geräusche.

Da kann man zum Beispiel nicht nur den besagten Musik-Lautstärketest machen, sondern auch herausfinden, welche Geräusch-Emissionen ein Reifen beim Abrollen verursacht. Auch der Schall der eigenen Stimme kann an einer der Stationen getestet werden, zudem geht es um Dämmung und weitere Details des Themas Lärm.

Hörschäden nehmen zu - vor allem bei Jugendlichen

Und das ist keineswegs eine Randfrage, sondern ein Thema, das immer mehr in den Blickpunkt der Gesellschaft rückt: Bereits rund 25 Prozent aller Jugendlichen in der Bundesrepublik leiden an nicht-heilbaren Hörschäden oder auch Tinnitus-Symptomen. „Deshalb ist es wichtig, dass sich auch Jugendliche mit diesem Thema auseinandersetzen“, sagen Dr. Dieter Briese und Klaas Schonnefeld vom städtischen Umweltreferat.

Die Wanderausstellung, die jetzt in der Stadtbücherei an der Friedrich-Ebert-Straße Station macht, ist vom Aktionsbündnis „NRW wird leiser“ initiiert worden. Dieses Bündnis wurde im April 2013 auf Initiative des NRW-Umweltministeriums gegründet. Neben den zuständigen Fachministerien gehören auch die kommunalen Spitzenverbände diesem Zusammenschluss an.

Einblick in den Aufbau des menschlichen Gehörs

Auch einen Einblick in die Funktionsweise und in den Aufbau des menschlichen Gehörs gibt es in der Ausstellung. Eine Station liefert dazu in übersichtlicher Weise viele Details. Und anhand von Hörproben wird deutlich, dass verschiedene Geräusche gleicher Stärke einen unterschiedlichen Grad der Belästigung bei den Menschen hervorrufen: Vogelgezwitscher oder Meeresrauschen sind eben etwas anderes als Baumaschinen- oder Triebwerklärm mit ähnlich hoher Dezibelzahl.

Tilman Abresch von der Natur- und Umweltschutzakademie (NUA) des Landes stellte die Ausstellung jetzt in der Stadtbücherei vor - auch Dezernentin Nina Frense zeigte sich beeindruckt von den Hörproben und Mitmach-Möglichkeiten: „Das ist vor allem auch für Kinder ein spannendes Angebot.“

Ein Besuch der Ausstellung ist ohne Anmeldung während der Öffnungszeiten der Stadtbücherei möglich. Und Mitmachen und Ausprobieren sind ausdrücklich erwünscht.