In der Schlägel&Eisen-Siedlung soll Ende Juli Richtfest sein

Die Sanierung der Schlägel- &  Eisen-Siedlung wird fortgesetzt.
Die Sanierung der Schlägel- & Eisen-Siedlung wird fortgesetzt.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die ruhende Dachsanierung in der alten Zechensiedlung wird jetzt fortgesetzt. Die Dämmung der Fassade soll sich zügig anschließen.

Gladbeck.. Es geht weiter mit der Sanierung der historischen Schlägel & Eisen-Siedlung in Zweckel. „Am Montag wird die Dachsanierung an der Bohnekampstraße fortgesetzt“, informiert Irena Kwapik, Geschäftsführerin des Investors Kwates Immobilien auf WAZ-Anfrage. Der alte Dachstuhl wird komplett erneuert, danach könne Richtfest gefeiert werden, zu dem auch „wichtige Persönlichkeiten der Stadt“ eingeladen seien, so Kwapik. Dieser wichtige Bauabschnitt solle, wenn alles wie geplant läuft „in zwei bis drei Wochen, Ende Juli“ fertig sein.

Die Dacharbeiten starteten bereits im Frühjahr, die dann geraume Zeit ruhten und nach dem Wechsel des Dachdecker-Unternehmens nun fortgesetzt werden. Kwapik: „Weiter folgen die Dämmung der Fassade, die zudem verputzt und neu gestrichen wird.“ In dem L-förmigen Baukörper waren zuvor bereits der alte Innenputz abgeschlagen, die Keller abgedichtet und isoliert, sowie neue, teils bodentiefe Fenster eingesetzt worden.

Die vier alten Mehrfamilienhäuser an der Bohnekampstraße/Ecke Schlägelstraße werden in acht Maisonette-Wohnungen im Reihenhausstil umgebaut. Beheizt werden sollen die Wohneinheiten über moderne Elektrolösungen, „unterstützt durch Photovoltaikanlagen, die zur Solarstromerzeugung auf dem Dach montiert werden“, so die Investorin. Die Sanierung der Mehrfamilienhäuser ist der erste Schritt in dem ambitionierten Großprojekt: Einerseits, in der über viele Jahre leerstehenden historische Schlägel & Eisen-Siedlung neuen modernen und attraktiven Wohnraum zu schaffen, und andererseits, alte, stadtteilprägende historische Bausubstanz zu erhalten, die an die Zechensiedlungstradition in Gladbeck erinnert.

Sanierung von Westen nach Osten

Die Siedlung Schlägel & Eisen hat eine gesamte Grundstücksfläche von 15 700 Quadratmetern und bot in 29 Mehrfamilien-Zechenhäusern eine Wohnfläche von rund 7200 Quadratmetern. Nach Plänen der Marler Unternehmerin soll die Sanierung von Westen nach Osten in drei Phasen erfolgen.

Kwates Immobilien hat das Gesamtareal Ende 2012 erworben. Die angelaufene erste Sanierungs- und Vermarktungsphase umfasst etwa 1000 Quadratmeter Grundstücksfläche. Bei Phase II geht es um die alten Häuser östlich und südlich der Schlägelstraße (Flurstücke 126, 128, 37) und das Haus Schlägelstraße 16. Auch diese sollen saniert und umgebaut sowie als Reihenhäuser verkauft werden.

Die letzte Phase III sieht für die alte Zechensieldung vor, ein barrierefreies Mehrfamilienhaus neu zu errichten. Hierzu sollen die Häuser Nr. 10 bis Nr. 14 abgerissen, und ein Neubau errichtet werden.

Vier Kaufverträge sind „unterschriftsreif“

Die Vermarktung der acht Doppelhaushälften mit Garagenanlage, die in der ersten Sanierungsphase Ecke Bohnenkamp- und Schlägelstraße entstehen, sei bereits „gut angelaufen“, sagt die Marler Investorin Irena Kwapik. Für vier Objekte gebe es bereits konkrete Kaufinteressenten, mit denen das Finanzierungskonzept stehe „und die Verträge unterschriftsreif sind“.

Die bis ins Dachgeschoss ausgebauten Maisonettewohnungen im Reihenhausstil haben jeweils einen separaten Vorder- und Terrasseneingang. Küche, Ess- und Wohnzimmer sind im Erdgeschoss geplant, das Elternschlafzimmer und die Kinderzimmer in den Obergeschossen. Die Reihenhäuser verfügen über eine Größe von 130 bis zu 178 Quadratmetern und einen Kaufpreis von 235 000 bis 295 000 Euro, wonach der Quadratmeterpreis zwischen 1657 bis 1800 Euro liegt.

„Wie bieten offene Besichtigungstermine an, die wir auf unserer Homepage www.kwates.com bekannt geben, damit Interessenten die Möglichkeit haben, sich unverbindlich das Angebot anzuschauen“, informiert Irena Kwapik. Über die Vertriebspartnerin Simone Baranski in Dorsten könnten individuelle Besichtigungstermine vereinbart werden (Telefon 02369-20 89 844).