In 2015 zahlen Bürger mehr für öffentliche Dienstleistungen

Der ZBG muss kostendeckend arbeiten. Wenn die Tarifgehälter und damit die Personalkosten  steigen, schlägt sich auch das in den Gebühren nieder.
Der ZBG muss kostendeckend arbeiten. Wenn die Tarifgehälter und damit die Personalkosten steigen, schlägt sich auch das in den Gebühren nieder.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Straßenreinigung, Abwasser, Müllabfuhr, Parken in der City, Kulturangebote und die Nutzung öffentlicher Flächen und Räumen sind jetzt teurer.

Gladbeck..  Im neuen Jahr müssen die Bürger für so manche öffentliche Dienstleistung tiefer in die Tasche greifen. Eine Reihe von Änderungen bei Gebühren und Entgelten brachte der Rat in seiner letzten Sitzung im alten Jahr auf den Weg. Hier ein Überblick.

Straßenreinigung

Höhere Kosten beim ZBG (ein Plus von rund acht Prozent u. a. wegen notwendiger Sanierung des Dachs des Salzlagers und gestiegener Personalkosten) führen dazu, dass die wöchentliche Reinigung der Straßen im Stadtgebeit die Grundeigentümer etwas mehr kosten wird. So steigen die Gebühren für saubere Straßen außerhalb der Innenstadt von 3,37 Euro auf 3,63 Euro pro laufenden Meter. Im Innenstadtbereich kostet die Reinigung ab jetzt 6,98 Euro statt wie zuvor 6,44 Euro pro Frontmeter.

Abwasser

Wenn ehemalige Köttelbecken zu renaturierten Bächen werden ist das schön, kostet die Bürger aber auch Geld in Form höherer Abwassergebühren. Wegen gestiegener Abgaben an die Emschergenossenschaft muss die Stadt von ihren Bürgern mehr fordern. Bei den Abwassergebühren bedeutet das 11,78 Prozent mehr, oder eine Steigerung von 24 Cent auf 2,32 Euro je Kubikmeter Abwasser. Ebenfalls gestiegen ist die Niederschlagsgebühr um 8 Cent auf 0,87 Euro pro qm versiegelter Grundstückfläche.

Abfall

Wie mehrfach berichtet, verteuert die Entsorgung im Hertener RZR die Müllabfuhr. Die Gebühren müssen um 7,58 Prozent angehoben werden, was für den Durchschnittshaushalt mit einer 80 Liter Tonne 15,26 Euro im Jahr, oder 1,27 Euro pro Monat ausmacht.

Parken in der Innenstadt

Wer in den ersten Januartagen in der Innenstadt gebührenpflichtig geparkt hat, hat’s bemerkt: Ab jetzt kostet im erweiterten Citybereich das Parken so viel wie im inneren Bereich: Für jede halbe Stunde sind jetzt 50 Cent (bisher 25 Cent) fällig. Und weil die gebührenpflichtige Parkzone zudem erweitert wurde, gilt das bis Zweckeler-/ Graben-, Hermann-, Sand- und Schützenstraße. Am Festplatz an der Horster Straße darf aber weiter kostenlos geparkt werden.

Kostendeckend arbeiten

Friedhof

Auch das Sterben, beziehungsweise die Bestattung wird etwas teurer. Ein Grund sind zurückgehende Erdbestattungen zugunsten von mehr Urnenbestattungen - das verändert die Kostenstruktur für das Friedhofswesen. Beispiele: Ab jetzt beträgt die Gebühr für eine Erdbestattung 444 Euro (bisher 380 Euro), für eine Urnenbeisetzung steigt der Preis von 50 auf 59 Euro.

Nutzung öffentlicher Flächen

Das betrifft im Wesentlichen die Gastronomie: Wer „Kännchen“ oder Speiseeis draußen anbietet, zahlt fürs Aufstellen von Tischen und Stühlen jetzt je Meter 4,27 statt bisher 4,11 Euro. Die Tarife gelten aber auch für die Aufstellung von Baugerüsten oder Werbung.

Miete für öffentliche Räume

Wer eine Schulaula für eine Veranstaltung mieten will, zahlt künftig 30 statt 26 Euro, ein Raum im Bürgerhaus Ost kostet doppelt so viel wie bisher, die Miete steigt von fünf auf zehn Euro, am Wochenende sind 15 Euro fällig. Bei der VHS klettern die Mietpreise pro Raum auf 17 Euro je Stunde (vorher 15 Euro), am Wochenende zahlt man 20 Euro. Und auch die Stadthalle wird um 50 Euro teurer in der Vermietung. Damit kostet das Foyer 300 Euro (Kurztarif 200 Euro), der Saal mit Nutzung des Foyers 900 Euro (Kurztarif 600 Euro).

Bücherei, VHS, Musikschule

Das Lesen wird etwas teurer bzw. die Gebühren für den Leseausweis bei der Gladbecker Stadtbücherei, steigen. Der Ausweis kostet jetzt 16 Euro, Schüler und Studenten zahlen die Hälfte. Die Kursgebühren an der VHS steigen ebenfalls, z.B. von 1,90 auf 2,30 Euro, das variiert aber je nach Angebot. An der Musikschule steigen die Entgelte um durchschnittlich 1 Euro pro Kurs.