Imposanter Blick aufs Autobahnkreuz
26.01.2012 | 17:45 Uhr 2012-01-26T17:45:00+0100
Gladbeck. Ein imposantes, aber wenig spektakuläres Bild gibt eine neue Foto-Animation vom künftig möglichen Autobahnkreuz nahe Wittringen von A 2 und A 52 ab.
Bei dieser Luftbild-„Aufnahme“ des Landesbetriebs Straßen.NRW, von der Stadtverwaltung Gladbeck erstmals gezeigt, ist die A 52 von Süden kommend zu sehen, von links (Osten) nähert sich die A 2, die nach rechts (Westen) entlang des Wittringer Waldes verläuft. Vorn sind Schloss Wittringen und die Teiche zu sehen.
Deutlich zu erkennen ist der „Überflieger“, der im großen Bogen ein Abbiegen von Bottrop/Essen (A 52) kommend Richtung Oberhausen (A 2) ermöglichen soll. Zu sehen ist auch, dass er als Brücke erst die A 52 überquert, dann die A 2. Etwas weiter im Hintergrund sieht man die zweite Verbindungsrampe mit Brücke über die A 52, die das Abbiegen von Oberhausen (A 2) kommend Richtung Norden (A 52, nach Gladbeck, Marl) ermöglichen soll. Der Großteil des Autobahnkreuzes wird demnach südlich der A 2 realisiert, wofür der heutige Bauernhof Schulte-Pelkum (neben der A-2-Abfahrt) allerdings weichen müsste.
„Stadtverträglich“ nennt die Stadt diese Ausbauvariante, auch deshalb, weil es „durchgängig ansprechenden“ Lärmschutz und im Norden und Süden das Verkehrsbauwerk nur auf den bisherigen Flächen geben soll. Weder Brillenteiche noch die dortige Joggingstrecke werden verschwinden. Alle Fahrbahnen sollen Flüsterasphalt erhalten, entlang der Autobahntrassen ist hochwertiger Schallschutz geplant, teils Wälle.
Während die B 224 nach Informationen der städtischen Verkehrsplaner bei diesem Ausbauvorschlag auf einer Höhe von 36,5 Meter NN (Normal Null) verläuft, liegt der Überflieger auf 50,7 Meter NN, d.h. 14,2 Meter über dem Niveau der Bundesstraße und 8,2 Meter über dem Niveau der A 2.
Von vielen Stellen in Wittringen, so zeigen es weitere Animationen, wird das Kreuz kaum zu sehen sein. Immer vorausgesetzt, der Ratsbürgerentscheid kommt zu einem Ja und die Planfeststellung übernimmt diese Planungsideen.
Der Bau des Autobahnkreuzes würde etwa zweieinhalb Jahre dauern und frühestens 2017/2018 beginnen.
12:42
Ich wohne im Lärmeinflußbereich der B224 und wäre heilfroh, wenn der Verkehr unter der Erde verschwinden würde. Eine optimale Lösung mit 5 Km Tunnel wird eben nicht finanzierbar sein. Den jetzigen Zustand beizubehalten wäre das schlechteste was uns Gladbeckern passieren könnte. Der Transitverkehr nimmt auch mit Ampelregelung in Gladbeck weiter zu. Es fährt kein polnischer LKW-Fahrer wegen drei Ampeln bei uns über das Kreuz Recklinghausen. Nur bleibt der Lärmschutz dann auf dem Niveau der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts stehen. Meine Meinung also PRO A52 im Tunnel.
08:28
Ich möchte ManuHoch´s sehr zutreffendem Kommentar nur hinzufügen, dass es der amtierende Bürgermeister war, der Menschen aus anderen Städten nach Gladbeck in die Neubaugebiete gelockt hat mit dem Versprechen, dass es eine "Minimallösung bezüglich der A52/B224 nicht geben wird". er versprach, dass er und seine SPD nur zustimmen würden, wenn:
1. der Tunnel in voller Länge
2. kein "Mega-Autobahnkreuz"
3. die komplette Anbindung des Gewerbegebietes Brauck
verbindlich zugesagt werden.
Nun gibt es eine Absichtserklärung für eine Mini-Lösung in Sachen Tunnel, die anderen beiden Punkte sind gar nicht berücksichtigt, die Heege-Lösung (als jedem denkenden Mensch die einzig vernünftige Lösung, wenn es schon eine Autobahn braucht), und schon rennt Bürgermeister Roland seinen Kumpels vom VGW hinterher und verkauft seine versprechen. Mancher könnte das "Verrat am Bürger" nennen, ich nenne es charakterlos und heuchlerisch!
14:47
Mancher Vorredner tut gerade so, als ob es jetzt noch gar keine Straße gäbe. Der tägliche Stau verursacht zum Glück keinen Lärm und auch keine Abgase. Erst mit dem Bau einer bösen, bösen Autobahn mit Flüsterasphalt und Schallschutz verschwindet der Naherholungspfad durchs Grüne - genannt B224.
13:48
Mann, sieht das geil aus. Ich will es haben.
Es ist aber leider nur eine Foto-Animation vom künftig möglichen Autobahnkreuz. So, wie sie auf dem Foto zu sehen ist, bleibt sie aber leider unbezahlbar.
12:48
Welch eine Idylle. Ist doch schön zu sehen, was man dem Bürger mit so einem künstlichem Foto, hergestellt am PC, heute alles vorgaukeln kann. Leider kann man beim
Betrachten dieser Animation den Gestank nicht riechen und den Lärm nicht hören. In Wittringen ist es jetzt schon viel zu laut. Man hört die A2 bis zum Ehrenmal. Aber wenn das auf dem Bild realisiert wird, kann man Wittringen als Freizeit- und Erholungsstätte vergessen. Da nutzen auch Flüsterasphalt und Schallschutzwände nichts.
22:08
Es erfüllt mich mit Angst und Schrecken, wenn ich auf dem Foto die riesig breite A52 (6 Spuren, doppelt so breit wie heute die B224) auf mich zukommen sehe. Die Autos rasen auf mich zu (weil kein Tempolimit mehr) und es ist eine riesige Masse (mehr als dreimal so viel Autos und vor allem LKWs wie heute). Je mehr ich daran denke und mir die Gigantonomie vorstelle, desto mehr sage ich- geht mir weg mit der Strasse!
Ich brauche sie nicht!
Stattdessen sollen sie das Geld nehmen und eine vernünftige Bahnverbindung zwischen Gladbeck-Bottrop-Essen machen (statt 1 x stündlich mindestens 3 x stündlich). Toll wäre auch eine Strassenbahn entlang der B 224 bis nach Essen.
Das würde die Strassen entlasten und wäre auch für viele Pendler eine Alternative.
Ich will nicht mehr Strasse und Verkehr in Gladbeck- ich will mehr Grün!
PS: warum braucht Gladbeck eine weitere AUTOBAHN und mehr Verkehr?
Da lese ich doch mal wieder einenBeitrag eines Träumers. Als ob Bahnverbindungen den Transitverkehr beeinflussen. Eine Strassenbahn, da wo jetzt der 189 Bus fährt. schon mal reingeschaut, der fährt bis auf die Schulzeit leer durch die Gegend. Ich wohne im Lärmeinflußbereich der B224 und wäre heilfroh, wenn der Verkehr unter der Erde verschwinden würde. Eine optimale Lösung mit 5 Km Tunnel wird eben nicht finanzierbar sein. Den jetzigen Zustand beizubehalten wäre das schlechteste was uns Gladbeckern passieren könnte. Der Transitverkehr nimmt auch mit Ampelregelung in Gladbeck weiter zu. Es fährt kein polnischer LKW-Fahrer wegen drei Ampeln bei uns über das Kreuz Recklinghausen. Nur bleibt der Lärmschutz dann auf dem Niveau der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts stehen. Meine Meinung also PRO A52 im Tunnel.
16:19
Tolle Foto-Animation und vor allem aus einem Blickwinkel, den, wenn überhaupt, nur der hochgeschätzte Luftbildfotograph Hans Blossey sehen wird. Am Boden sieht das Autobahnkreuz in der Nähe der Brillenteiche schon mehr als „imposant“ aus.
Eine Foto-Animation (dazu noch als Schrägbild-Luftaufnahme) bedient allerdings "nur" einen Sinn der Wahrnehmung. Es fehlen:
SINNESWAHRNEHMUNG
1. RIECHEN, schmecken und Immissionen einatmen (Nase und Mund)
- was bei prognostizierten 155.000 KFZ pro Tag (siehe Seite 9 der Stellungnahme der Stadt Gladbeck vom 12.03.2009) im unmittelbaren Nähe zum Autobahnkreuz mit erheblichen Schadstofffrachten verbunden sein dürfte, die je nach Windrichtung, auch schon mal in Richtung Kernstadt, Wittringen und Sportanlagen wehen dürften (Feinstaub ist nur einer von vielen Schadstoffen). Hinzu kommen noch die Schadstofffrachten der offen geführten A 52 und die hoch angereicherte Schadstoffkonzentrationen aus den Tunnelportalen und das ausgerechnet in Höhe der Sportanlagen.
SINNESWAHRNEHMUNG
2. HÖREN (Ohren)
Die Foto-Animation zeigt sehr eindrucksvoll wieviel Resonanzflächen (Straßenbelag) hier für einen Schallübertragung sorgen werden. Bekanntlich werden Schallschutzwände nach wenigen Metern vom Lärm, wie ein Auto im Strömungskanal, überwallt. Der sogenannte Flüsterasphalt wird hier zum Allheilmittel erkoren, bleibt jedoch ein offenporiges Material, was sich naturgemäß im Laufe von wenigen Jahren zusetzen wird und der gewünschte Flüster-Effekt nach und nach aufgehoben sein wird. Dies geschieht dann schleichend für die Gladbecker Bürger, da es nach und nach lauter wird. Am Ende ist es aber die prognostizierte Masse von KFZ (s.o.), die Tag und Nacht dieses Autobahnkreuz passieren wird (im Gegensatz zu heute und für erheblich mehr Lärm für Wittringen und im übrigen für die gesamte Gladbecker Kernstadt bringen wird. Dieses Autobahnkreuz Gladbeck hat dann die Verkehrsmenge, die das heutige Kamener Kreuz bereits abwickelt (http://www.derwesten.de/staedte/kamen/das-kamener-kreuz-id53007.html) und das in unmittelbarer Nähe zu dicht besiedelten Bereichen und zu Sportanlagen in denen zahlreiche Sportler mit stark erhöhter Atemfrequenz die Schadstoffe mehr denn je inhalieren werden.
Wer das alles für Hirngespinste hält (von denen es im Moment ja ganz viel gutgläubige Zeitgenossen gibt) kann sich ja gerne mal in die Lärmkarte NRW des Landesumweltministeriums einlesen, denn darin stehen Fakten. Dort ist auch sehr gut der enormen Unterschied zwischen einer Bundesstraße und einer Transitautobahn erkennbar (http://www.umgebungslaerm-kartierung.nrw.de/laerm/viewer.htm).
Ganz bewusst unterschlage ich die wenigen Meter Tunnel, die hier als großer Sieg gefeiert werden, denn der Rest der A 52 verläuft auf "mindestens" der doppelten Trassenbreite der heutigen B 224 mitten durch dichtbesiedelte Wohngebiete. Wenn ich sage "mindestens" empfehle ich den gezielten Blick in Richtung Horizont bei der durchgrünten, leisen, und schadstofflosen Foto-Animation. Bis hinter die Boye (in Kürze renaturiert) ist die Trassenbreite der A 52 "zehnspurig". Vor dem Hintergrund, dass neugebaute A 52 mit vier Spuren bereits die doppelte Ausbaubreite der heutigen B 224 einnehmen soll, so ist dieser Flächenverbrauch erheblich. Das Autobahnkreuz umfasst einen Flächenverbrauch von 20 Fußballplätzen nach internationaler Norm und das "ohne Parallelstraße" zum Gewerbepark. Zum Größenvergleich eignet sich dazu das Stadion in direkte Nähe. Häufig wird die doppelte Trassenbreite (gegenüber heutiger B 224) einer 4 spurigen A 52 im Stadtgebiet überschritten. Sowohl im Tunnel, als auch offen geführt. Im Bereich der Zuführungsrampen, Aus- und Zufahrten wird die A 52 um mindestens 2 weitere Fahrbahnbreiten zunehmen.
„Die wunderschöne Stadtallee auf dem Deckel“
Die wunderschöne Stadtallee auf dem Deckel ist eine Illusion der politischen Schönfärberei und basiert auf ein Trugbild. Warum? Die meisten Kinder der Grundschulen wissen spätestens nach der Klasse 4, dass Bäume (auch Alleebäume) als Waldbewohner Ihr Wasser aus dem vorhandenen Grundwasser beziehen. Für die Bäume einer in Aussicht gestellten Stadtallee auf dem Deckel gilt das genauso und müssten mit erheblich viel Aufwand künstlich bewässert werden. Das Gleiche gilt für das viele Grünzeug, was in allen bisherigen Zeichnungen im Übermaß dargestellt wird. Wer soll das bezahlen?
Woher kommt das viele Wasser her?
Wer kümmert sich um den Erhalt der Alleebäume, die mit erheblich mehr Aufwand zu pflegen sind.
Erst kürzlich hieß es doch:
„Sparpläne gehen ans Eingemachte“
http://www.derwesten.de/staedte/gladbeck/sparplaene-gehen-ans-eingemachte-id6280965.html
Hier will sich jemand ein Haus bauen, ohne zu wissen, wer die Folgekosten tragen wird.
Welch interessanter Blick aufs Autobahnkreuz?
Sie haben das richtig gut auf den Punkt gebracht. Außerdem frage ich mich wie die Bäume überredet werden sollen, auch in den Wintermonaten ihre Blätter zu behalten, um den Blick auf dieses "Jahrhundertbauwerk" zu verdecken.
11:04
Also wenn ich diesen Artikel lese, kann ich nur zu einer Meinung kommen, die WAZ das Werbeblatt des Bürgermeisters und all der Freunde des Autobahnausbaus zur A52 in Gladbeck.
Klar, wohnt man beispielsweise in Rentfort so wird einen dieser Wahnsinnsausbau nicht weiter stören. Aber als Bürger im Neubaugebiet Butendorf-West, nur durch die ja dann auch bald weichenenden alten Moltkehalden von der B224 getrennt, denke ich mit Angst und Schrecken an jahrelange Bauarbeiten, an den Lärm , die möglichen Erschütterungen durch die Tunnelbaumaßnahmen und vor allem an das Verkehrschaos. Den der Verkehr wird ja während der Bauzeit nicht einfach verschwinden. Und sollte dieser Tunnel dann tatsächlich fertigsgestellt sein, wohin werden den wohl die Abgase aus der Abluftanlage hingepustet?
Warum wird die Lösung durch die Heege überhaupt nicht mehr als Alternative gesehen, es wären dann viel weniger Bürger betroffen als bei einem Autobahnbau mitten durch eine Stadt. Außerdem würden dadurch sehr viel Steuergelder gespart.
Ich hoffe viele Bürger der Stadt Gladbeck werden darüber nachdenken was in Zukunft auf sie zukommt und gegen dieses Umbaumaßnahme stimmen.