Immer wieder neue Gesichter
22.09.2011 | 14:40 Uhr 2011-09-22T14:40:20+0200
Gladbeck.Juso-Vorsitzender Benedikt Kapteina im Gespräch mit WAZ-Mitarbeiter Steffen Bender: Benedikt Kapteina spricht hier über die Politik vor Ort, aber auch über die Bundestagswahl in zwei Jahren.
Herr Kapteina, die Jusos verstehen sich als junge Stimme Gladbecks. Was kann man darunter verstehen?
Wir sind eine Organisation, die alle vereint: Schüler, Auszubildende und auch Studenten. Wir beteiligen uns an kommunalpolitischen Themen, die uns selber betreffen und stellen somit ein Forum für Jugendliche.
Auf der Homepage sprechen Sie vom NRW von morgen? Was sind ihre Pläne?
Wir haben vor allem zwei große Probleme: Das Haushaltsproblem und damit schließlich verbunden das Schuldenproblem. Wir wollen Konzepte entwickeln und aufzeigen, wo man Geld sparen kann und vor allem aber wo man es effizienter einsetzen kann. Darüber hinaus ist auch die Schulpolitik ein wichtiges Thema für uns. Der Ganztag ist die Zukunft, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Das gilt auch für Gladbeck
In Welcher Hinsicht werden Sie oder sind Sie derzeit in Gladbeck aktiv?
Vor Ort beschäftigen wir uns vor allem mit dem Kampf gegen den Rechtsextremismus. Hier wird es demnächst einen Workshop zu den neuen Tendenzen in der rechten Szene geben. Es ist natürlich wichtig, dass wir beispielsweise über Schulhof-CDs aufklären. Aber weil Gladbeck vor allem eine Sportstadt ist, gibt es am 14. Oktober wieder unser Night-Soccer-Fußballturnier für Hobbymannschaften.
Die SPD ist in der Ruhrgebiets-Stadt Gladbeck traditionell eine sehr starke Partei. Wie sieht es mit dem Nachwuchs aus?
Da brauchen wir uns keine Sorgen machen. Wir sind derzeit über 250 Jusos in Gladbeck, das liegt aber auch daran, dass jeder der unter 35 Jahre alt ist und in die SPD eintritt automatisch Juso ist. Derzeit haben wir 20 bis 30 aktive Mitglieder. Es kommen immer wieder neue Gesichter dazu, auch wenn viele auf Grund des Studiums nicht mehr dabei sein können, läuft es nach meiner Einschätzung richtig gut.
Herr Kapteina, blicken wir einmal nach Berlin. Nach der letzten Bundestagwahl befand man sich in einer der größte SPD-Krise, die es je gab. Ist die Krise überwunden?
Bei der letzten Bundestagswahl wurden Versprechungen gemacht, die illusorisch waren. Das merken jetzt auch die Bürger. Wir haben da nicht mitgemacht und haben uns auch für unpopuläre Themen eingesetzt. Steuererhöhungen für den Schuldenabbau hört man nicht gerne. Die Bürger sind derzeit zufrieden mit uns. Wir stehen für Kontinuität und so sind wir auch wieder auf die Beine gekommen.
Haben nicht eher Fukushima und die Eurokrise die SPD wieder stark gemacht?
Natürlich machen uns auch diese Ereignisse und jüngsten Entwicklungen stark. Aber wir bieten die besseren Lösungsansätze für die Probleme an. Solide und gute Politik ist ebenso wichtig wie das Vertrauen. Und die Alternative, die wir bieten ist gut.
Wie blicken Sie auf die Bundestagswahl 2013?
Ich bin optimistisch. Wir werden viele Stimmen holen und werden ein gutes Ergebnis erzielen.
Das heißt? Und vor allem mit welchem Kanzler-Kandidaten soll das geschehen?
Wir werden eine Koalition mit den Grünen anstreben. Das ist einfach der beste Partner. Wir haben mit Gabriel, Steinmeier und auch Steinbrück drei hervorragende Politiker. Ganz egal, wer am Ende Kanzlerkandidat wird, wir werden ihn unterstützen. Alle drei haben in der politischen Praxis gezeigt, wie gut sie sind.
Und wer soll es Ihrer Meinung nach machen?
Ich favorisiere Peer Steinbrück, der besonders in der Wirtschafts- und Finanzkrise seine überragende Kompetenz unter Beweis gestellt hat. Aber noch einmal: Steinmeier war ein hervorragender Außenminister. Auch er weiß, wie Politik funktioniert. Mit allen dreien haben wir wirklich mehr als gute Chancen.
14:18
Glückwunsch zu dem Artikel. Für einen jungen Mann ist das völlig in Ordnung.
Wer da Vollblutpolitikerkommentare erwartet, der ist entweder weltfremd oder hat nichts anderes im Leben erreicht.
Lasst die Jugend um Dinge kümmern, die erreichbar sind.
Den Weltfrieden, Hunger bekämpfen und das Schließen des Ozonloches kann man da ruhig den Alten überlassen. Die haben es zum größten Teil ja auch verursacht.
Und das ein junger Mensch, der noch nicht im Beruf ist, mit der Rente mit 67 nichts anfangen kann, finde ich auch nur zu verständlich.
Lasst mal die Kirche im Dorf.
18:18
Ich hätte mehr Politische Absichtserklärungengen von den jungen Politikern erwartet. Zum beispiel ist kein Wort von der Rücknahme einiger Maßnahmen von der Agenda 2010 zu hören. (Harz IV und Rente mit 67) Kein Wort der Steuergerechtigkeit. Kein Wort der Beibehaltung der Paratätischen Kranken und Pflegeversicherung. Kein Wort über Bildungsmaßnahmen für Jugendliche. Kein Wort über Freizeitgestaltungen für Jugendliche. ( Immer mehr Schließungen von Jugendeinrichtungen). Ja, H.Kapteina ich denke sie haben das Interview nicht richtig genutzt und somit eine Chance für die Jusos vertan. Beim nächstem mal mehr Power.
14:56
ich hab immer noch nichts, von der Rente mit 67,
Rücknahme gelesen oder gehört.Also Daumen nach unten.