Im Mai sinkt Arbeitslosenquote in Gladbeck auf 11,6 Prozent

Die Agentur für Arbeit an der Goethestraße
Die Agentur für Arbeit an der Goethestraße
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Die übliche Frühjahrsbelebung wird sich auch im Juni fortsetzen. Positiver Trend auch auf dem Stellenmarkt. Lage auf dem Ausbildungsmarkt ist weiter kritisch.

Gladbeck..  Im Mai ist die Zahl der Arbeitslosen in Gladbeck erneut leicht gesunken. 4325 Gladbecker, das sind 11,6 Prozent, waren Ende des vergangenen Monats ohne Arbeit. Im April lag die Quote noch bei 11,8 Prozent, meldet die Agentur für Arbeit. Zum Vergleich: Im Mai vor einem Jahr war die Quote für Gladbeck mit 12,2 Prozent noch wesentlich höher.

Der aktuelle Rückgang zeige, dass „sich die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt weiter fortgesetzt und für sinkende Arbeitslosenzahlen gesorgt hat“, erklärt Thorsten Müller, Geschäftsstellenleiter der Gladbecker Arbeitsagentur die positive Entwicklung. Die werde wohl auch noch im Juni anhalten, mit Beginn des Sommermonate saisonbedingt aber wieder ansteigen, prognostiziert der Arbeitsmarktexperte. Gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätten derzeit sowohl junge Menschen als auch Lebensältere und Langzeitarbeitslose.

Die aktuelle Arbeitsmarktlage spiegelt sich auch in der Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen wider. In Gladbeck wurden in diesem Monat 94 neue sozialversicherungspflichtige Stellen registriert, das waren 33 mehr als im April. Aktuell gibt es 243 offene Beschäftigungsmöglichkeiten. Gesucht werden Physiotherapeuten, Friseure und Mitarbeiter für die Elektrobranche.

Rückgang auch im Kreis

Auch im gesamten Agenturbezirk im Kreis Recklinghausen sank die Arbeitslosenquote um 0,3 Punkte auf nun 10,5 Prozent. In Zahlen: 33 458 Menschen sind arbeitslos. Agenturchef Dr. Dietmar Thönnies bestätigt den positiven Trend auf dem Stellenmarkt, beurteilt die Lage auf dem Ausbildungsmarkt jedoch weiter als kritisch. „Wenn wir es nicht schaffen, unsere jungen Leute im Vest mit einer guten Perspektive ins Berufsleben zu schicken, wie können wir dann von ihnen Motivation erwarten?“ Die Arbeitgeber müssten hier für die richtigen Anreize sorgen.