IHK: Planverfahren nicht stoppen

Joachim Brendel, Geschäftsbereichsleiter Handel und Verkehr bei der IHK Nord Westfalen.
Joachim Brendel, Geschäftsbereichsleiter Handel und Verkehr bei der IHK Nord Westfalen.
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Was wir bereits wissen
Die IHK begrüßt die politischen Bemühungen, auch für den Abschnitt nördlich der A 2 wieder einen stadtverträglichen Ausbau der B 224 zur A 52 anzustreben.

Gladbeck..  Um dieses zu erreichen, müssten alle Beteiligten (Bund, Land und Stadt Gladbeck) in einem transparenten, fairen und – im Interesse der Emscher-Lippe-Region – konsensorientierten Dialog eintreten, so Joachim Brendel, Geschäftsbereichsleiter Handel und Verkehr bei der IHK Nord Westfalen. Die IHK werde diesen Prozess gerne und aktiv unterstützen.

Beim WAZ-Forum sei Minister Groschek mit seiner Zusage, gegebenenfalls mit der baulichen Umsetzung des Abschnitts A 42 bis A 2 zu warten, bis eine einvernehmliche Planung nördlich der A 2 auf den Weg gebracht wurde, erkennbar auf die Stadt Gladbeck zugegangen.

Vor diesem Hintergrund würde es die IHK begrüßen, wenn die Stadt Gladbeck ihre Forderung nach Aussetzung des Planfeststellungsverfahrens zwischen der A 42 und A 2 noch einmal überdenken würde. Aus Sicht der IHK wäre allenfalls eine befristete Unterbrechung des Planverfahrens zwischen A 42 und A 2 zu rechtfertigen, um den von Seiten der Stadt Gladbeck geforderten Unterflieger (statt Überflieger) im Zuge des Autobahnkreuzes mit Bund und Land zu verhandeln.

Verlängerung der Tunnelstrecke

Brendel: „Die von der Stadt gewünschte Verlängerung der Tunnelstrecke bzw. Troglage Richtung Norden wäre hingegen Bestandteil des nach dem Ratsbürgerentscheid angehaltenen Planverfahrens für den nördlich der A 2 gelegenen Abschnitt (inkl. Tunnelstrecke). Das Verfahren für diesen Abschnitt könnte unmittelbar nach erfolgter Einigung mit Bund und Land wieder aktiviert und forciert vorangetrieben werden. Das weiter vorangeschrittene Planverfahren zwischen A 42 und A 2 ist insofern unabhängig vom nördlich der A 2 gelegenen Planungsabschnitt und steht insbesondere einer Berücksichtigung der Gladbecker Forderungen nach einer weiter optimierten Tunnellösung nicht entgegen.“