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IGBCE Gladbeck-Mitte 60 Jahre jung

20.11.2011 | 16:25 Uhr
IGBCE Gladbeck-Mitte 60 Jahre jung

Gladbeck. Mit einem kräftigen „Glück Auf“ begrüßte IGBCE-Ortsvorsitzender Walter Hüßhoff Sonntagmorgen zahlreiche Besucher im Bürgerhaus Ost. Es galt, den 60. Geburtstag seiner IGBCE-Ortsgruppe, der aus Gladbeck-Mitte, zu feiern. Gäste aus Gewerkschaft, Politik und Gesellschaft waren dazu gekommen.

„Das ist eine besondere Feier der Solidarität“, so Walter Hüßhoff, der ausgiebig an die historischen Leistungen der Gewerkschaft erinnerte, die mit ihren Erfolgen Teil der Stadtvergangenheit sei. Hüßhoff forderte die Zuhörer auf, „das Erbe der Gewerkschaft und ihrer Arbeit“ zu verteidigen. Ein Film zur Gewerkschaftsgeschichte untermauerte, was Hüßhoff meinte: Der Film berichtete auch vom „Kampf um Mitbestimmung“ oder von „Tarifkonflikten“.

Bürgermeister Ulrich Roland lobte die Gladbecker IGBCE für ihre Verdienste. „Ihr sorgt für den Zusammenhalt in den Ortsvereinen“, so Roland. Und auch heute noch sei die Arbeit gerade für eine Stadt wie Gladbeck, die sich dem Strukturwandel stellen muss, wichtig. „Ihr seid es, die die Stadtgeschichte erlebbar machen und die Tradition aufrecht erhalten. Ihr sprecht die Sprache der Menschen im Revier. Das ist wichtig.“

In einem Rückblick wurden noch einmal die Höhepunkte der letzten Jahre der Ortsgruppenarbeit hervorgehoben. Da darf natürlich das erfolgreiche Musical „König von Zeche“, das in Kooperation mit der Hauptschule Butendorf aufgeführt wurde, nicht fehlen.

Der stellvertretende IGBCE-Bezirksleiter Thomas Steinberg bescheinigte der Ortsgruppe einen hohen Stellenwert. „Die ist ein Paradebeispiel, die ihresgleichen sucht“, lobte Steinberg das jahrelange Engagement der Gewerkschafter.

Für den passenden Rahmen während der Feierstunde sorgte der Bergmannschor „Consolidation“ mit seinem Gesang - stilecht in feiner Bergmannstracht. Beim traditionellen „Glück auf“ erhoben sich die Gäste standesgemäß.

Josef Hülsdünker, DGB-Vorsitzender Emscher-Lippe. gratulierte abschließend zum Geburtstag und wünschte sich für die Zukunft weiter eine aktive örtliche Gewerkschaftspolitik. „Die Stelle, an der wir stehen, ist nicht vom Himmel gefallen, das bedurfte vieler Kämpfe.“ Heute gelte es, daran festzuhalten.

Nach dem Festakt wurde die Ausstellung des REVAG-Bergmann- und Geschichtsvereins Zeche Graf Moltke 1/4 eröffnet. „Wir in Gladbeck“ lautet der Titel. Sie zeigt einen geschichtlichen Rückblick auf über 60 Jahre Stadtgeschichte und die Veränderungen in der Arbeitswelt.

Steffen Bender

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