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Regenwetter

„Ich will ja nicht nass werden“

07.02.2016 | 09:00 Uhr
„Ich will ja nicht nass werden“
Bürgermeistergattin Christa Roland bekennt sich auch bei Regen zur Stadt. Der Schirm zeigt Gladbecker Motive und ist im Rathaus erhältlich.Foto: Thomas Schmidtke

Gladbeck.   Für viele Gladbecker ist der Regenschirm Nutzgegenstand und modischer Gefährte zugleich. Sie führen ihn in verschiedenen Farben und Formen mit sich.

„Ich will ja nicht nass werden“, sagt Peter Prochotta glücklich. Er hat derzeit immer einen Schirm dabei, um sich vor dem nächsten Nieselregen oder dem bevorstehenden Wolkenbruch zu schützen. Das Accessoire ist für viele Gladbecker ein willkommener Begleiter. In bunten Farben, mit einzelnen Motiven oder schmückenden Zusätzen schützt er nicht nur die Frisur vor dem sogenannten „Pladdern“. Viele Leute sehen in dem Nutzgegenstand – ob klein oder groß – auch einen modischen Gefährten.

„Mir hat mein Schirm auf Anhieb gefallen. Das Muster ist toll“, betont Prochotta, während er auf die grünen und blauen Verzierungen blickt, die sich quer über die wasserabweisende Oberfläche ziehen. „Ich habe ihn seit zehn Jahren, der geht mir nicht verloren. Immer wenn es regnet, nehme ich ihn mit“, ergänzt er zufrieden. Früher habe er einen „Knirps“ besessen, der aber den normalen Schirm nicht ersetzen könne.

Im Gegensatz zu ihm gehören Ingrid Vornefeld gleich sechs Exemplare. Von diesen führt sie – je zur Stimmung und Kleidung passen – eines mit sich. „Ich hatte mal einen richtig teuren Schirm, aber nachdem ich diesen verloren habe, kaufe ich nur noch günstige. Sie sind bei schlechtem Wetter eine Notwendigkeit. Die Farbe spielt bei der Wahl schon eine Rolle, obwohl ich keine bevorzuge. Er muss mir einfach gefallen.“

Ob schwarz, rot oder blau – das Bild in der Fußgängerzone der Innenstadt ist ein eindeutiges: Es darf bunt sein, jedoch liegen dunklere Farbtöne im Trend. Blumenmuster oder ausgefallene Verzierungen sind eine Seltenheit; extravagante Schirm-Zusätze wie „Ohren“ bilden die Ausnahme.

Ab und an sieht man ältere Modelle, die schon Bruchstellen und gerissene Nähte aufweisen. „Sie erfüllen immer noch ihren Zweck“, sind sich die Träger einig. „Solange sie vor den Tropfen schützen, sind sie brauchbar.“

„Ich habe den Schirm meiner Mutter mit. Ich muss zugeben, dass ich ihn heute zum ersten Mal dabei habe. Mir macht der Regen nichts aus; häufig bin ich ohne Schirm unterwegs. Nur für längere Strecken hole ich ihn heraus. Es ist nicht mehr als ein Nutzgegenstand“, sagt Dean Bleckmann. Er hat das schlicht-schwarze Accessoire unter den Arm geklemmt.

Modelle liegen aus

Auch die lokalen Geschäfte stellen sich auf die nassen Tage ein: In vielen Regalen oder Schaufenstern liegen die Schirme aus. Bei „Nanu-Nana“ stehen sie in Ständern. Bei „Intertoys“ zieren sie den Eingangsbereich. Hier darf es auch mal farblich knallig sein: Für Kinder hält die Firmenkette pinke und glitzernde Modelle bereit.

Maximilian Hulisz

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2016-02-07 09:00
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